AKNÖ Präsident Staudinger: Proteste der Arbeitnehmer zu Pensionsplänen ernst nehmen

Staudinger urgiert rasche Einberufung eines Pensionsgipfels

Wien (OTS) - Der Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich, Josef Staudinger, lehnt die bisher vorgelegten Vorschläge zur Anhebung des Frühpensionsalters ab. Nach Durchsicht der bisher bekannten Unterlagen hält der AKNÖ-Präsident die Ideen für wenig zielführend und sozial ungerecht. Die Skepsis Staudingers wird durch die massiven Proteste und Beschwerden von Arbeitnehmern über die AKNÖ-Service-Hotline und in den AK-Bezirksstellen bestätigt. Zahlreiche Beschäftigte äußern derzeit ihre Sorgen und die Furcht vor der Altersarbeitslosigkeit. "Die unselbständig Erwerbstätigen sind die größte Bevölkerungsgruppe in diesem Land, ihre Ängste muss man sehr, sehr ernst nehmen!", erinnert der AKNÖ Präsident. Staudinger :
"Vor allem ältere Arbeitnehmer sind nicht nur verunsichert sind, sondern fühlen sich von der Politik im Stich gelassen. "Viele resignieren, viele sind wütend und viele fühlen sich verraten" faßt Staudinger zusammen.

AKNÖ Präsident Staudinger spricht sich keineswegs gegen eine rasche Regierungsbildung aus. Im Gegenteil, eine handlungsfähige Regierung wird schon länger eingemahnt, um den Stillstand in einigen politischen Entscheidungen endlich aufzulösen. Aber nach erster Durchsicht der bisher vorliegenden Verhandlungsergebnisse zeigen sich in vielen Bereichen einseitige Belastungen für die Arbeitnehmer. "Mit der Steuerreform 2000 hat es endlich spürbare Entlastungen für die Arbeitnehmer gegeben, ich bin nicht bereit, diese gleich wieder mit einem einseitigen Belastungspaket zurückzunehmen", meint Staudinger und weiter: "Ich bin gegen ein unausgewogenes Paket, das kann und werde ich nicht akzeptieren". Insbesonders in der Frage der Frühpensionen hält Staudinger nochmals fest, dass diese Maßnahmen vom Arbeitsmarkt nicht verkraftet und daher nicht mitgetragen werden können.

Staudinger warnt vor Vertrauensverlust

AKNÖ Präsident Staudinger verweist gerade im Zusammenhang mit den Plänen zur Anhebung des Pensionsalters auf die vielen Expertenmeinungen und Studien, die in letzter Zeit veröffentlicht wurden. Immer wieder wurde festgehalten, dass es kein Pensions-sondern ein Budgetproblem gäbe. Staudinger erinnert daran, dass die AK Experten in den letzten Monaten wiederholt sinnvolle Vorschläge zur Sicherung des öffentlichen Haushaltes eingebracht haben. Besonders widersinnig findet der AKNÖ Präsident aber, dass man auf der einen Seite eine Budgetsanierung verlangt, auf der anderen Seite aber neuen Gruppen neue Leistungen ohne jegliche Beitragsleistungen gewähren will.

"Ich urgiere einen Pensionsgipfel, bei dem von allen Seiten die Fakten auf den Tisch gelegt werden, so dass jene Beitragszahler, die die Hauptlast tragen, nämlich die Arbeitnehmer, endlich einmal einen verständlichen Überblick über die tatsächliche Lage der gesetzlichen Altersvorsorge bekommen". Staudinger erinnert daran, dass das System der Altersvorsorge in Österreich auf dem Vertrauen der Beitragszahler basiert. Durch die Ankündigungen in den letzten Tagen wird auch in den Beratungsstellen der AK Niederösterreich ein bedenklicher Vertrauensschwund registriert.
nnnn

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN/AKN