Farnleitners Milchmädchenrechnung: Wer viel bekommt, leistet mehr.

Wien (OTS) - Wirtschaftsminister Farnleitner hat wieder einmal
eine Wortspende eingebracht, die höchst kontraproduktiv und erwiesenermaßen falsch ist: "Wirte und Hoteliers sollten Kellner und Zimmermädchen mehr bezahlen, dann bekommen sie bessere Leistungen", so "Motivationsforscher" Farnleitner.

Es gibt keine bekannte - und nicht tendenziös beauftragte -Studie, die nachweist, dass mit besserer Bezahlung die Leistung steigt. Es gibt zwar Studien, die zeigen, dass Entgeltszuwächse etwa zwei Wochen lang einen Motivationsschub bei Mitarbeitern auslösen.

Es gibt Studien, die belegen, dass - im Vergleich zu Kollegen -sich entgeltlich benachteiligt fühlende Mitarbeiter demotiviert sind und weniger leisten.

Die OECD hat erst kürzlich mit speziellem Bezug auf Österreich daraufhin-gewiesen, dass der hierzulande mangelnde technische Fortschritt, das Hochlohnniveau des Landes nicht rechtfertigt.

In einer solchen Situation ist Farnleitners Aussage nicht nur wissenschaftlich unhaltbar - ein Mann mit jahrzehntelanger Berufs-und Lebenserfahrung müsste eigentlich wissen, wie fundamentale Zusammenhänge in der Wirtschaft funktionieren. Und sich nicht zum Steigbügelhalter einer von überzogenem Anspruchsniveau getriebenen Gewerkschaft zu machen. Oder ist Farnleitners nächster Job der eines Beraters des ÖGB?

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