FSG: Wo bleibt ÖAAB?

Fasslabend und Gehrer sollen peinliches Doppelspiel beenden

Wien (FSG). ”Ein mundtoter ÖAAB ist keine Unterstützung für ArbeitnehmerInnen”, betonte heute der Bundessekretär der Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafter im ÖGB, Karl Drochter. Drochter:
”Wo bleibt der Aufschrei des ÖAAB-Bundesobmanns Fasslabend und seiner Vertreterin Elisabeth Gehrer, zu den geplanten Pensionsänderungen?”++++

Der oberste Chef des Arbeiter- und Angestelltenbundes Fasslabend, habe es offenbar angesichts der geplanten Pensionsänderungen die Sprache verschlagen, so Drochter. Auf Grund der negativen Entwicklungen für ArbeitnehmerInnen müssten sowohl Fasslabend als auch seine Stellvertreterin Gehrer das peinliche Schweigen beenden. Seit Tagen hänge beim ÖAAB die schwarze Flagge, die ÖAAB-Fraktion in der Arbeiterkammer habe sich von den Pensionsplänen distanziert, aber die höchsten VP-AreitnehmerInnenvertreter schweigen, kritisiert Drochter. Gleichzeitig geben sie als Minister ihre Zustimmung zu den geplanten Verschlechterungen im Pensionssystem. ”Dieses höchstpeinliche Doppelspiel muss endlich beendet werden, denn es ist für alle AbeitnehmerInnen in diesem Land eine Zumutung.”

Nicht zuletzt hätte auch die Fraktion Christlicher Gewerkschafter im ÖGB (FCG) ihr eindeutiges Nein zu den geforderten Pensionsänderungen deponiert. Der Chef der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), Fritz Neugebauer übte heftige Kritik an den im Koalitionspaket vorgesehenen Maßnahmen im Öffentlichen Dienst und den Pensionen. Neugebauer scheute sich nicht davor von einem ”sozialen Fußtritt” zu sprechen. Aber auch dazu gab es keine Reaktion vom ÖAAB, so der FSG-Gewerkschafter.

”Offensichtlich ist es den schwarzen ArbeitnehmerInnenvertreter vollkommen egal, welche Entwicklungen für ihre Klientel in diesem Land vor sich gehen”, so Drochter. In dieser brisanten Situation einfach zu schweigen, könne keinesfalls die Lösung sein. Drochter:
”Die FSG fordert Fasslabend und Gehrer auf, als höchste VP-ArbeitnehmerInnenvertreter klar Position zu beziehen und ihr unerträgliches Doppelspiel endlich zu beenden.”

FSG. 20. Jänner 2000 Nr. 8

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