Seeadler tot! Großangriff auf unseren Wappenvogel und den Naturschutz

Wien (OTS) - Innerhalb von nur 2 Tagen wurden im nördlichen Weinviertel ein Seeadler, ein Turmfalke und ein Mäusebussard
tot aufgefunden. Weiters wurden eindeutige Gift-Spuren
(Furadan) direkt an der Grenze zum Nationalpark Donau-Auen
entdeckt. Auf beiden Stellen wurde im letzten Winter auch
bereits Vögel illegal vergiftet. "Es handelt sich hier offensichtlich um Wiederholungstäter aus der Jägerschaft. Der Jagdverband muss endlich aktiv Maßnahmen setzen, um den
Giftlegern aus den eigenen Reihen das Handwerk zu legen,"
fordert DI Ulrich Eichelmann, WWF-Kampagnenleiter.
"Wir rufen alle auf, mit offenen Augen durch die Landschaft zu
gehen und nach Ködern und Opfern Ausschau zu halten. Melden
Sie jeden Fall bei der Gift-Hotline: 0676/444 66 12.

Ein toter Seeadler war nicht genug!

Unsere Befürchtungen beim Start der Aktion "Vorsicht Gift"
im Rahmen der Kampagne "Lass' sie leben!" wurden viel früher
als erwartet bestätigt. Auf einem Feld in Pottenhofen (Nähe Drasenhofen) wurde ein offensichtlich vergifteter Seeadler
gefunden. Das ist bereits der zweite innerhalb von nur 10
Monaten in diesem Gebiet. Aber damit nicht genug: Im selben
Gebiet wurde ein toter Turmfalke und ein toter Mäusebussard
vom Zoll beschlagnahmt, als ein Jäger aus Pottenhofen die Greifvögel illegal nach Tschechien bringen wollte.

Anschlag auf unseren Wappenvogel im Nationalpark Donau-Auen
Zur selben Zeit wie im Weinviertel die toten Greifvögel
entdeckt wurden, konnten eindeutige Furadanspuren in der Au
bei Hainburg sichergestellt werden. Auf genau dem selben Feld,
wo letzten Winter 17 Krähen qualvoll verendeten. Besonders
tragisch ist dies, da in den Donauauen derzeit rund 10
Seeadler überwintern.

Wiederholungstäter?

Bei beiden Fällen handelt es sich offensichtlich um Wiederholungstäter die es auf die Greife abgesehen haben. Die Indizien sprechen eindeutig dafür, dass die Täter in den
Reihen der Jäger zu suchen sind. "Zwar ist es erfreulich das
der NÖ Landesjagdverband sich gegen die Giftleger deutlich ausspricht, aber Worte allein sind zu wenig. Wir fordern den
NÖ Landesjagdverband auf, endlich aktiv und offensiv ihre
eigenen Reihen zu säubern," so Ulrich Eichelmann, "Angesichts dieses Großangriffes auf die Adler ergibt sich das Bild, dass
es sich hier nicht nur um einige wenige Schwarze Schafe aus
der Jägerschaft handelt, sondern um ganze Herden."

Der WWF erstattet bei der Staatsanwalt Anzeige wegen:
Tierquälerei, Gemeingefährdung und Gefährdung des
Tierbestandes.

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