Graf: Soziale Lage der Studierenden nicht gerade rosig

Arbeiten um Überleben zu können lautet das studentische Motto

Wien, 2000-01-20 (fpd) - Für den freiheitlichen Wissenschaftssprecher und Obmann des Wissenschaftsausschusses, Dr. Martin Graf, ist das Studieren ohne Nebenerwerbstätigkeit in Zukunft nur mehr reine Illusion. Bedingt durch die gravierenden Einschnitte der vergangenen Jahren, sowie der bevorstehenden Kürzungen, ist die Zahl derer, die neben dem Studium einem Beruf nachgehen, mittlerweile auf nahezu 60% angestiegen. "Das ist aber noch lange nicht die Grenze", beurteilt Graf die zukünftige Entwicklung. ****

Die geplanten Einsparungen bei den Ermessensausgaben von 20 Prozent lassen auch für den universitären Bereich nichts Gutes verheißen. "Gegenüber den Studierenden und auch den Universitäten einfach unverantwortlich!", so Graf.
"Arbeiten um Überleben zu können, so lautet das studentische Motto", führt Graf weiter an. Wünschenswert wäre es jedoch, daß eine Beschäftigung auch einen Praxisbezug zum theoretisch erworbenen Wissen aufweise. Dies würde dann für den späteren Berufseinstieg viel an Erfahrungen bringen.

Solange man weiter den Studenten das Geld aus der Tasche zieht, ist der Schritt zum Nebenjob nur allzu verständlich. Wen wundern dann noch die hohen Drop-Out Raten und die langen Studienzeiten. "Dies sind die logischen Begleiterscheinungen", so Graf.
Einen Widerspruch sieht Graf auch in den Maßnahmen der finanziellen Förderung und dem Anstieg an beschäftigten Studierenden. Ziel der staatlichen Unterstützung sollte doch sein, die studentische Nebenbeschäftigung zurückzudrängen.. Davon ist aber nicht viel zu bemerken.

Weiters kritisierte der Wissenschaftsausschußobmann die Kürzung bei den Leistungsstipendien auf 1,5 %. Wie Graf betont, müsse der Leistungsgedanke wieder verstärkt an den Universitäten einziehen. "Leistung muß sich lohnen!", so der freiheitliche Wissenschaftssprecher abschließend. (Schluß)

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