Nürnberger: Metaller bekräftigen Ablehnung zu Pensionsplänen

Nehmen die Sorgen der Kolleginnen und Kollegen sehr ernst

Wien (Gewerkschaft Metall - Bergbau - Energie/ÖGB) "Die massiven Proteste aus Betrieben und Belegschaften veranlassen uns, unsere Haltung zu bekräftigen", so Rudolf Nürnberger, Vorsitzender der Gewerkschaft Metall - Bergbau - Energie, anlässlich zahlreicher Anfragen und Reaktionen von Gewerkschaftsmitgliedern und Betriebsräten.++++

Die Haltung der Metallergewerkschaft und auch des ÖGB sei klar und werde von allen Funktionären auch mitgetragen, so Nürnberger. An beide Regierungsparteien richte die Metallergewerkschaft daher die Botschaft, dass sie der Bildung einer neuen Regierung nicht im Wege stehen wolle, dass der Vorschlag der Begrenzung des Aktivitäts- und Pensionsaufwandes (späteres Pensionsantrittsalter) aber nicht die Zustimmung der Gewerkschaft finden werde.

"Wir lehnen diesen Punkt aus Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Kolleginnen und Kollegen, deren Interessen wir zu vertreten haben, ab", bekräftigt Nürnberger. "Die Männer und Frauen stehen oft 40, 45 Jahre in den Betrieben, arbeiten unter körperlichen Anstrengungen und erhöhtem Leistungsdruck und sind ständig von Arbeitslosigkeit bedroht."

"Die Sorgen der Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben sind verständlich und berechtigt", so Nürnberger weiter. Solange die zunehmende "Beschäftigungsunwilligkeit" der Wirtschaft anhalte, sei es unfair, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwei Jahre länger arbeiten zu schicken, wenn sich die Wirtschaft immer öfter der älteren Beschäftigten entledige.

ÖGB, 19. Jänner 2000 Nr. 20

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