"Neue Kärntner Tageszeitung" Kommentar: Wer führt den roten Haufen?

Ausgabe vom 20.01.2000

Klagenfurt (OTS) - Die Kandidatensuche der Kärntner SPÖ geht ins Finale. Die Zeit wird knapp, denn am Samstag läuft die Frist ab, sich um den Job des neuen Parteiobmannes oder der neuen Parteiobfrau bewerben zu können. Bis gestern hatte nur Melitta Trunk den Mut aufgebracht, den roten Haufen auch nach dem 12. Februar führen zu wollen. Freilich, am Parteitag selbst besteht noch für den einen oder anderen die vage Chance, den Job zu ergattern. Um aber direkt kandidieren zu können, müssen zwei Drittel der Delegierten ihre Zustimmung geben. Und das ist schwer vorstellbar.

Egal, wer das Zepter künftig in der Hand hält, es ist eine schwierige Aufgabe. Es geht nicht nur darum, die Grabenkämpfe zu beenden und die zerstrittenen Bezirke wieder zu einen, sondern auch neue Strukturen aufzubauen und die Reformer zu integrieren. Der erste Schritt ist mit der "Heimholung" der Rebellen Köfer, Mock und Seifried bereits getan.

Dass sich die Zeiten für die SPÖ nach den vielen Wahlniederlagen geändert haben, ist hoffentlich auch ins letzte Kleinhirn gedrungen. Die Macht ist weg, Posten sind keine zu vergeben. Deshalb muss die neue rote Chefin oder der neue Chef auf die Suche nach soliden Partnern gehen. Ob das die Haider-Partei ist, scheint fraglich, denn dort fehlt die Handschlagqualität. Bei Lexer besteht wiederum die Gefahr, dass ihm die eigene Partei einen Strick dreht. Tatsache ist, dass sich die Kärntner Politik seit dem 7. März im Kreis dreht. Weil die Freiheitlichen offenbar nicht einsehen wollen, dass der Kinderscheck nicht finanzierbar ist, stehen die Uhren in Kärnten still.

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