AK Tumpel: Frühpensionsabsichten ungerecht

Tumpel lehnt Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters entschieden ab

Wien (OTS) - AK Präsident Herbert Tumpel lehnt die Absichten der Koalition, das Frühpensionsalter per Gesetz anzuheben, entschieden ab. Das Koalitionsvorhaben sei ungerecht gegenüber jenen, "die 40 oder 45 Jahre gearbeitet haben, die krank und von der Arbeit kaputt gemacht sind, die jetzt schon keine Arbeit haben oder als ältere Arbeitnehmer von Personalabbau besonders bedroht sind", erklärt Tumpel. Man dürfe den Arbeitnehmern, die in ihrer Lebensplanung auf die Sicherheit des Pensionssystems vertrauen, "die Pension nicht wie eine Karotte vor die Nase hängen". Wer wolle, dass die Menschen länger arbeiten, müsse ihnen zuerst Arbeit geben. Tumpel forderte daher erneut die volle Fortführung des Beschäftigungsprogramms ein. Das Maßnahmenpaket für ältere Arbeitnehmer müsse rasch in Gang gesetzt werden. Tumpel fordert "Respekt und Anerkennung für die Leistungen und für die Bedürfnisse der arbeitenden Menschen". Die Unternehmer müßten aufhören, ältere Arbeitnehmer wie Ballast abzustoßen, die Politik müsse aufhören, die Arbeitnehmer mit immer neuen Pensionsverschärfungen zu verunsichern.

Eine Anhebung des gesetzlichen Frühpensionsalters sei ungerecht, weil sie die Arbeitnehmer belaste und nicht auf ihre Situation eingehen. Der Großteil der Frühpensionisten sei krank und von der Arbeit kaputt gemacht. Rund die Hälfte der Frühpensionisten sind vor der Pensionierung arbeitslos. Ungerecht sei der Vorschlag auch gegenüber jenen, die 40 oder 45 Jahre lang gearbeitet und in eingezahlt haben. Insgesamt sei der Vorschlag ein Eingriff in die Lebensplanung von zehntausenden Arbeitnehmern, den diese nicht akzeptieren könnten. Daher lehne er, Tumpel, diesen Vorschlag entschieden ab.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

AK Wien
Wolfgang Mitterlehner
Tel.: (01) 50165/2631

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW/OTS