Massaker an Streunerhunden in der Türkei

Das türkische Landwirtschaftsministerium hat die Tötung tausender Streunerhunde wegen angeblicher Tollwutgefahr in der ganzen Türkei angeordnet.

Wien/Istanbul (OTS) - Eva Kulec, Präsidentin des österreichischen Tierschutzvereines "Tierhilfe Griechenland - Türkei" befindet sich wieder einmal in Istanbul. Seit zwei Jahren fährt sie regelmäßig in die Türkei, um dort türkischen Tierschützern bei ihrem Einsatz für ein Ende des Leides der vielen Streunerhunde und Streunerkatzen zu helfen. Gemeinsam mit Birgül Rona, Präsidentin des Türkischen Tierschutzvereines THKD ist sie unterwegs, um Streunerhunde und Streunerkatzen aufzusammeln, in die Klinik des THKD zu bringen, dort behandeln zu lassen, zu sterilisieren bzw. kastrieren und sie nach einigen Tagen wieder in die Freiheit zu entlassen. In den letzten Jahren konnten so viele hundert Tiere gerettet werden und das Problem der Streuner begann kleiner zu werden.

Doch jetzt ist plötzlich alles anders. Wegen einiger angeblich tollwütiger Streunerhunde - ein Beweis wurde bisher nicht erbracht -hat das türkische Landwirtschaftsministerium die landesweite Vernichtung aller Streunerhunde angeordnet. Von den zuständigen Behörden beauftragte Helfer fangen die Hunde brutal mit Drahtschlingen ein und vergasen sie. Mit Gift behandelte Futterköder werden ausgelegt und im Schutze der Dunkelheit sammeln die Hundefänger die elend zugrunde gegangenen Hunde (und natürlich auch Katzen) ein. Das Hundemassaker hat bereits begonnen: Eva Kulec:
"Viele Tierfreunde in Istanbul haben mir und Birgül erzählt, wie sie die Hundefänger beobachtet haben. Weinende Kinder und Frauen bitten uns zu helfen, daß die von ihnen geliebten Hunde nicht getötet werden. Manche wollen uns ihre Hunde übergeben, damit wir sie schützen und vor dem Tod bewahren. Es ist furchtbar. Auch die Bevölkerung ist gegen die Hundevernichtung."

Birgül Rona hat bereits Nachforschungen angestellt: "Es gibt keinen eindeutigen Beweis für einen Tollwutfall. Die Behörden stellen Behauptungen auf, aufgrund derer Tausende Tiere brutal getötet werden. Doch kein einziger tollwütiger Hund konnte bisher der Öffentlichkeit präsentiert werden. Wir sind wirklich verzweifelt. Unsere Tierschutzarbeit der letzten Jahre wird mit dieser Vernichtungsaktion zerstört. Das ist ein furchtbarer Rückschlag für die Tiere und uns Tierschützer. Ich bitte alle Tierfreunde in der ganzen Welt den Streunerhunden der Türkei zu helfen. Protestieren Sie bitte bei den Behörden. Es muß uns gelingen, das Hundemassaker zu stoppen."

Eva Kulec und Birgül Rona sind derzeit in der Türkei unterwegs und stehen für weitere Fragen und aktuelle Erlebnisberichte zur Verfügung: 0090 / 532 / 6550140.

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