Schütte-Lihotzky verstarb im 103. Lebensjahr

Architektenpräsident Scheifinger spricht von "Pionierin, die bedeutsame Zeichen für die Republik setzte."

Wien (OTS) - Die Doyenne der Architektur Österreichs, Margarete Schütte-Lihotzky, ist heute Dienstag, den 18. Jänner 2000 am frühen Nachmittag unerwartet in Wien verstorben. Das gab die Bundeskammer der Architekten und Ingenieurkonsulenten bekannt.

Schütte wäre kommenden Sonntag 103 Jahre alt geworden. Bundeskammerpräsident Peter Scheifinger würdigte die Verstorbene als die österreichische Pionierin in den technischen Berufen. "Mit ihrer sozialen Haltung und ihrem unbeugsamen Antifaschismus hat
sie über ihren künstlerischen Wirkungskreis hinaus gesellschaftlich bedeutsame Zeichen für die Republik gesetzt", sagte Scheifinger.

Ein architektonischer Meilenstein war die Erfindung der Frankfurter Küche im Jahr 1926. Als erste Architektin Österreichs erhielt sie im hohen Alter vier Ehrendoktorate bedeutender europäischer Universitäten.

Schütte hatte Ihren Lebensabend in völliger geistiger Frische in Wien-Margareten verbracht. Sie verstarb im Allgemeinen Krankenhaus Wien, in das sie erst heute vormittag eingeliefert worden war.

"Die Architekten Österreichs verlieren mit Margarete Schütte-Lihotzky eine große Vorkämpferin, vor deren Leistungen ihre Berufsvertretung respektvoll und in Trauer das Haupt senkt", sagte Scheifinger.

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