Knotzer: Die Wohnbaumittel dürfen nicht gekürzt werden

Jugendwohnhaus mit leicht einsetzbaren Trennwänden eine Lösung

St.Pölten (NLK) - "Das Wohnen muss allgemein etwas billiger werden", sagte heute Landesrat Fritz Knotzer. Anlass waren die verschiedenen Kosten, die Mietern oder Eigentumsnützern das Wohnen teurer machen können. So forderte er die Herabsetzung von Betriebskosten, etwa durch günstige Gas- und Stromtarife, die durch Genossenschaften, Gemeinden und Hauseigentümern für die Mieter ausverhandelt werden. Durch entsprechende Wärmedämmung und den Einbau von Fenstern können die Heizkosten gesenkt werden. Sub-Wasserzähler sind überlegenswert, damit die Leute mit dem Verbrauch sparsamer umgehen. Auch sollte genau bedacht werden, ob der Einsatz von Hausbesorgern notwendig ist, da es vielleicht günstiger ist, Betreuungspersonen einzustellen und gewisse Arbeiten möglicherweise auf die Mieter in Eigenregie aufzuteilen. Bei engagierten Mietern und guter Nachbarschaft wäre dies möglich. Wenn in einem Wohnhaus keine Mietausfälle zu verzeichnen sind, sollten die zwei Prozent rückvergütet oder gutgeschrieben werden, die Wohnbaugenossenschaften für Mietausfälle einheben können.

"Auch dürfen die Wohnbaumittel nicht gekürzt werden", machte der Landesrat zum wiederholten Male auf Versuche, dieses Mittel gutzuheissen, aufmerksam. Derzeit stehen in Niederösterreich bei den "Gemeinnützigen", also den Vermietern mit Recht auf Förderung, 108 leerstehende Einheiten 65.297 Wohnungen, die bezogen sind, gegenüber. Das sind gerade 0,17 Prozent, also vergleichsweise eine geringe Summe, werden doch üblicherweise zwei bis drei Prozent als Ausfall angenommen. Im Wohnbau der "Gemeinnützigen" stehen allein bei Landesrat Knotzer - auch die VP hat bekanntlich ihren Wohnbaureferenten - 130 Anträge mit 4.802 Wohneinheiten eingereicht, aber noch nicht bewilligt bereit. Bei der Althaussanierung der "Gemeinnützigen" in Knotzers Ressort sind es 110 Anträge mit 3.423 Wohneinheiten, die zwar eingereicht, aber noch nicht bewilligt sind. Das spricht jedenfalls Bände, denn das kennzeichnet durchaus den ungebrochenen Boom nach niederösterreichischen Wohnungen.

Derzeit überlegt Knotzer zudem auch den Startschuss für ein "junges Wohnen". Schon in den nächsten Monaten soll in Niederösterreich ein konkretes Projekt begonnen werden, das für junge Menschen zwischen 18 und maximal 30 Jahren flexible Wohnungen bei optimaler Größe und günstigen Mieten bei hoher Qualität vorsieht. Dabei soll das Stahlskelett bei beigesetztem Rahmen als preisgünstigste Lösung dienen. Die Fertigung erfolgt in sechs Monaten für 24 Wohneinheiten. Kernpunkt sind leicht einsetzbare Trennwände, die von jedermann/frau montiert oder demontiert werden können. Die Küchenanschlüsse sind standardisiert, die Sanitäreinrichtungen vorgefertigt. Dadurch fallen die Kosten erheblich.

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