Rücktritt bei Rot-Schwarz !

Obmann der Jungen ÖVP Penzing will ÖVP-Kurswechsel nicht mittragen

Wien14, 18.1.2000 Mit seinem Rücktritt als Bezirksobmann der Jungen ÖVP Penzing und der Einberufung eines außerordentlichen Bezirkstags droht Gerhard W. Loub: "Ich kann es nicht verantworten, daß die Mitglieder meiner Bezirksgruppe sich voll im Wahlkampf engagiert haben und nun von einer Neuauflage der Uralt-Koalition dermaßen enttäuscht werden."
Loub weiter: "Wir haben uns im Wahlkampf voll für die "gute Sache" ÖVP engagiert, waren begeistert davon, daß sich mit unseren ÖVP-Ideen in Österreich viel zum Besseren ändern wird. Wir waren begeistert von unserem Spitzenkandidaten Dr. Wolfgang Schüssel, der mit seinem Oppositionsversprechen ein bisher nie dagewesenes Zeichen der Geradlinigkeit und politischen Mutes gesetzt hat."
Die Junge ÖVP Penzing hatte im Wahlkampf auf allen Ebenen mitgekämpft. Im ganzen Altersspektrum der Jungen ÖVP - von 16 bis über 30 - waren Jugendliche für die ÖVP auf die Straße gegangen. Mit der Ankündigung, auch nach der Wahl zum Oppositionsversprechen zu stehen, war bei den Funktionären und Mitgliedern in der JVP14 wieder so etwas wie Stolz und Freude darüber aufgekommen, bei einer Partei zu sein, die beweist, daß Rückgrat und Ehrlichkeit auch nach der Wahl keine Fremdworte sind.
Bezirksobmann Gerhard W. Loub: "Ich könnte es unmöglich verantworten, jenen Jugendlichen nun klarzumachen, daß - aus welchen Gründen auch immer - die ÖVP nun nicht mehr an ihre Versprechen von vor der Wahl gebunden ist. Mit meiner Rücktrittsdrohung möchte ich für meine Bezirksgruppe - aber auch für jene Mitglieder und Funktionäre, die in dieser Phase der Entscheidung ungehört bleiben - ein Zeichen setzen. Ein Zeichen, daß sie mit ihren Protesten und ihren Zweifeln in diesen Stunden nicht allein sind. Ich teile ihre Ansicht, daß weitere 4 Jahre rot-schwarze Koalition die Gefahr von Stagnation und Politikverdrossenheit in sich bergen. Auch ich habe im Wahlkampf das Oppositionsversprechen unseres Bundesparteiobmanns transportiert -und von diesen Aussagen kann ich nicht einfach zurücktreten."
Loub gibt sich überzeugt, daß sich der Bundesparteivorstand der ÖVP heute abend seine Entscheidung nicht leicht machen wird: "Wolfgang Schüssel und die Mitglieder des Bundesparteivorstands haben uns im Wahlkampf und unmittelbar danach gezeigt, daß für sie die Ziele unserer Partei, unser christlich-soziales Gedankengut, daß Wahlversprechen keine leeren Worte sind. Auch wenn sie jetzt überzeugt sind, aus der aktuellen Zwangslage einer rot-schwarzen Koalition zustimmen zu müssen, so müssen sie Vor- und Nachteile dieser Entscheidung abwiegen. Ich bin überzeugt, daß sie zu dem Schluß kommen müßten, als überzeugte Christdemokraten von einem einmal gegebenen Wort nicht zurücktreten zu können !"

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