Gewerbeverein: Abfertigung: Denn sie wissen nicht, was sie tun!

Wien (OTS) - Folgt man Zeitungsberichten über die von der SPÖ/ÖVP-Koalition vorgesehene Abfertigungsregelung, zweifelt man am Realitätssinn der möglichen künftigen Regierung - so der Österreichische Gewerbeverein (ÖGV). ÖAAB und SPÖ haben offensichtlich die Wirtschaftsverantwortlichen "über den Tisch gezogen".

- Abfertigung bei Selbstkündigung ist eine wesentliche Erhöhung der Lohnnebenkosten. Bisher war von beiden Koalitionsverhandlern stets eine Senkung dieser Kostenart vehement gefordert worden, um den Wirtschaftsstandort attraktiv zu gestalten.

- Abfertigungen gibt es bereits nach einem Jahr Betriebszugehörigkeit. Für ein Jahr wird ein Monatsbezug zugestanden. Derzeit gibt es frühestens bei drei Jahren Firmenzugehörigkeit zwei Monatsbezüge. Da Linearität vorgesehen ist, werden die Abfertigungen in diesem Fall um 50 Prozent erhöht.

- Der administrative Aufwand, der mit der geplanten Regelung verbunden ist, steht im krassen Gegensatz zu den Versprechungen beider Parteien zur Entbürokratisierung.

- Den Abtausch durch Urlaubsaliquotierung mit 4,3 Milliarden Einsparung für die Wirtschaft zu beziffern, ist eine Milchmädchenrechnung, die nie aufgeht.

  • Die langjährige - historisch vollkommen falsche - ÖGB-Gebetsmühle, dass Abfertigungen vorenthaltende Lohnbestandteile wären, hat bei den
  • in der Überzahl befindlichen - wirtschaftsfeindlichen Koalitionsverhandlern offensichtlich doch gewirkt. Diese - noch nicht einmal feststehende - Regierung zeigt am vorliegenden Beispiel sehr deutlich ihre negative Einstellung zur Wirtschaft. So schafft man keine Arbeitsplätze - schon gar nicht bei den heftig umworbenen Unternehmensgründern.

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