Kampf gegen Winterarbeitslosigkeit am Bau

Wohnbaustadtrat Werner Faymann, Gewerkschaft und Bauinnung setzen Maßnahmen für mehr Beschäftigung am Bau in den Wintermonaten.

Wien, (OTS) Anlässlich der Präsentation eines Pilotprojektes bei dem ein ganzes Gebäude "eingehaust" wurde, konnten am Dienstag Wohnbaustadtrat Werner Faymann, der Bau-Holzgewerkschaftsobmann Johann Driemer und der Vertreter der Bauinnung, Franz Katlein,
erste Erfolge für mehr Beschäftigung am Bau während der kalten Jahreszeit präsentieren: So werden aktuell bei der Stadt Wien alleine im Hochbau, (Kindertagesheime, Schulen, Amtshäuser, Bäder, Friedhöfe), mehr als 100 Bauprojekte mit einem Investitionsvolumen von rund vier Milliarden über den Winter geführt. Während in früheren Jahren Arbeiten bei Frost wochen- und monatelang unterbrochen werden mussten, wurde heuer durch verstärkte begleitete Maßnahmen versucht, die Weiterführung der Baustellen auch im Winter zu ermöglichen. Der Umsatz bei den derzeit
laufenden Bauvorhaben beträgt rund 220 Millionen pro Monat, rund 3.000 Beschäftigte sind auf diesen Baustellen derzeit im Einsatz.****

Bereits im Vorjahr wurden von den Sozialpartnern gemeinsam
mit Wohnbaustadtrat Werner Faymann einige Maßnahmen festgelegt, um die Beschäftigungssituation am Bau während der Wintermonate zu verbessern. Ein Großteil davon wurde heuer bereits in die Praxis umgesetzt:

In den Hochbauabteilungen (MA 23,24,43,44) wurden eigene Koordinatoren eingesetzt, die rechtzeitig für jene Maßnahmen sorgen, die es ermöglichen, dass in der kalten Jahreszeit weiter gearbeitet werden kann.

Vorziehen von baueinleitenden Maßnahmen in den Spätherbst. Die Vorbereitungsmaßnahmen für Leistungen, die im nächsten Jahr budgetiert sind, werden nun bereits in vielen Fällen im Herbst des Vorjahres durchgeführt. Die Planung und Vorbereitung der Ausschreibung sind zeitlich so festgesetzt, dass bereits gleich zu Jahresbeginn ausgeschrieben und relativ kurz darauf mit den
Arbeiten begonnen werden kann.

Begleitende Maßnahmen zum Schutz vor der Kälte, die garantieren, dass die eingesetzten Arbeiter keinen
gesundheitlichen Schaden erleiden werden heuer erstmals verstärkt eingesetzt. Das sind z.B. Fensterverschalungen, Bauheizungen, Vorwärmen von Beton etc..

Durchführung eines Modellversuches "Gebäudeeinhausung". Für die Sanierung der Schule Wien 5, Am Hundsturm, wurde um die Arbeit an der Fassade und der Spengler am Dach zu ermöglichen, das
gesamte Gebäude mit Planen "eingewickelt". Ziel dieses Projektes ist es, in der Praxis zu überprüfen, wie sich die Relation zwischen Baukostenersparnis durch kürzere Baustellendauer und Mehrkosten durch die "Einhausung" tatsächlich verhält. Derzeit rechnen die Experten, dass die Mehrkosten für besondere Winterbaumaßnahmen zwischen 0,5 Prozent (bei Verschalungen etc.) und maximal 2 Prozent (bei "Einhausungen") liegen.

Stadtrat Werner Faymann: "Es ist heuer das erste Jahr, in dem wir im Hochbaubereich versuchen, derart koordiniert gegen Winterarbeitslosigkeit vorzugehen. Jene Vorschläge aus dem Maßnahmenbündel, die sich besonders bewähren, werden in den nächsten Jahren fixer Bestandteil der Ausschreibungpraxis werden und sollen die Situation am Arbeitsmarkt in der Baubranche verbessern." (Schluss) wj

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