Umweltdachverband ÖGNU: "Mit mehr Klimaschutz gegen Naturkatastrophen vorsorgen!" Klimaschutz-Abgaben auch in Frankreich und Großbritannien

Wien (OTS) - Die Anzahl der Naturkatastrophen hat sich in den letzten zehn Jahren verdreifacht und "die klimabedingte Häufung von extremen Wetterereignissen lässt eine weitere starke Zunahme erwarten", heißt es in einer Aussendung von arsenal research zur laufenden internationalen Konferenz "Leben mit Naturgewalten" in der Hofburg.

Der jährliche Schadenszuwachs durch Lawinen oder Muren beträgt hierzulande 7% und übertrifft damit den Zuwachs an Wohlstand um mehr als das doppelte, stelllt der Sozialforscher Ernst Gehmacher fest und warnt vor "Entwicklungen, die uns davonlaufen" könnten.

"Änderungen des Weltklimas können gerade für den sensiblen Alpenraum dramatische Folgen haben", womit Klimaschutz gerade für Österreich von besonderer Bedeutung sei, gibt Wolfgang Mehl von Klimabündnis Österreich zu bedenken. Doch Österreich produziert immer mehr Treibhausgase, wie eine Statistik des Österreichischen Klima-Beirates zeigt. 66 Mio Tonnen Kohlendioxid trug die Alpenrepublik 1997 zum globalen Treibhaus bei. Tendenz steigend. Der Anteil der Klima-neutralen Energieträger Holz, Sonne und Wind am gesamten Energie-Verbrauch ist sogar rückläufig, warnt der Österreichische Biomasse-Verband. Dabei schätzen fast 2/3 der Bevölkerung die Förderung der erneuerbaren Energie als "besonders wirkungsvolle" Maßnahme für den Umweltschutz ein, wie eine November-Befragung von 1000 Oberösterreichern im Auftrag der Akademie für Natur und Umwelt ergab.

Es geht auch anders: Nach Deutschland und Großbritannien beginnt nun auch Frankreich mit der Einführung einer "Öko-Steuer". Geplant ist eine Abgabe von 150 bis 200 Franc auf eine Tonne Kohlendioxid-Ausstoß. Frankreichs Regierung tut dies unter dem Eindruck der verheerenden Orkanschäden von Ende Dezember. In Großbritannien haben sich jüngst die zehn Energie-intensivsten Industrien verpflichtet, bis 2010 um zweieinhalb Millionen Tonnen weniger CO2 zu emittieren. Im Gegenzug gibt es erhebliche Ermäßigungen auf die kürzlich eingeführte Klima-Steuer. "Auch Österreich muß endlich eine Ökologische Steuerreform angehen", fordert Franz Maier, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes ÖGNU.

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