Hartinger: SP-Kräuters Vorschlag ebnet Weg zur Zwei-Klassen-Medizin

Wien, 2000-01-17 (fpd) - Einem Bericht der Kronen Zeitung zufolge sieht SP-Abg. Günther Kräuter klare Lösungen, den Mißstand von Privatoperationen während der Dienstzeit abzustellen. "Es dürfte ja nicht einmal Herrn Abg. Kräuter entgangen sein, daß für diesen Mißstand seine sozialistischen Parteigenossen Landesrat Dörflinger und Minister Einem zuständig sind", nahm heute die freiheitliche Krankenanstaltensprecherin Abg. Mag. Beate Hartinger dazu Stellung. ****

Wenn Kräuter glaube, daß man finanziell hochdotierten Klinikvorständen und Primarärzten noch einen zusätzlichen Anreiz zum Systemwechsel geben sollte, widerspiegle es den sozialistischen Nehmergeist einmal mehr. "Sein Vorschlag zum Systemwechsel in die Privatwirtschaft führt geradewegs in die Zwei-Klassen-Medizin. Es ist ein unabdingbares Recht jedes Patienten, die gleiche medizinische Behandlung zu erfahren. Gerade von einem Sozialdemokraten diesen Vorschlag zu hören, der in weiterer Folge in die Zwei-Klassen-Medizin führt, schreckt mich ab. Es muß doch selbst dem in diesem Bereich unkundigen Herrn Kräuter einleuchten, daß es hier um den Schutz der Patienten geht", so Hartinger.

Wie der Rechnungshof eindeutig festgestellt habe, operieren Bundesärzte während der Dienstzeit an privaten Sanatorien. Dadurch entstanden, wie der RH weiters kritisierte, Personalnotstände an den Universitätskliniken. Hartinger fordert in diesem Zusammenhang einmal mehr die Einführung von Stechuhren. "Warum sollte so ein Vorschlag, der im privatwirtschaftlichen Bereich zur Kontrolle der Arbeitszeit Gang und Gebe ist, nicht auch für Bundesärzte gelten. Es ist für mich ein nicht verwunderliches Charakterbild des Herrn Kräuter, wenn er sich das Recht heraus nimmt, diesen Berufsstand von einer wirksamen Kontrolle auszunehmen", so Hartinger abschließend. (Schluß)

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