Baujuwel in Mauer wird gerettet

Wien, (OTS) "Nach dem einstimmigen Beschluss im Wiener Wohnbauausschuss steht der Rettung des ehemaligen Maurer Park-Cafés nichts mehr im Wege.", stellten am Montag Wohnbaustadtrat Werner Faymann und der Liesinger Bezirksvorsteher Manfred Wurm
fest, denn der nächste Gemeinderat am 28. Jänner 2000 wird dem Verkauf sicherlich zustimmen. Bis vor kurzem war das traditionsträchtige Gebäude - sowohl von seiner Architektur als auch der Lage inmitten eines Parkes eine Augenweide - dem Verfall preisgegeben.

Errichtet wurde das Gebäude vom Hofbaumeister Anton Ölzelt Ritter von Newin. Das 1883 ursprünglich ebenerdig errichtete Wohnhaus wurde 1885 aufgestockt, der dazugehörige Garten wurde als Park gestaltet und gilt heute als Naturdenkmal.
Im Dezember 1911 übernahm die Gemeinde Mauer vom Sohn Anton Ölzelts das Objekt, 1913 wurde das "Park-Café" eröffnet und war als gut gehendes, bürgerliches Caféhaus von Beginn an ein Anziehungspunkt für Bewohner von Mauer. Im Jahre 1928 wurde das Café durch den Anbau eines Saales erweitert und im September 1932 wurde auch der Park der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Der frühere Pächter des Hauses, ein Chinarestaurant, hat leider nichts in die Erhaltung investiert und das Gebäude total verfallen lassen. Vor einigen Jahren drohte es sogar abzubrennen. Nach einem Brand in der Küche des Lokales wurde dieses
geschlossen, der Pachtvertrag gerichtlich gekündigt. Seither verfällt das Gebäude langsam. Denn bisher war es nicht gelungen einen Investor zu finden, der alleine für die Erhaltung und Revitalisierung des Gebäudes rund öS 15 Mio. zu investieren bereit war. Erst eine zwischen dem Bezirk und dem Wiener Wohnbaustadtrat vereinbarte Interessentensuche führte jetzt zum Erfolg. Die Bauträger und Immobilienges.m.b.H. wird das Gebäude um öS 3 Mio. erwerben, und verpflichtet sich mit dem Kauf, die Sanierung des Gebäudes innerhalb von 24 Monaten, nach den Auflagen des Bundesdenkmalamtes, durchzuführen. Im Erdgeschoß, den Räumen des ehemaligen Park Cafés wird wieder ein Gastronomiebetrieb, mit Wiener Küche, untergebracht sein. In den Nebenräumen und Hintertrakten sollen eine Arztgemeinschaft und einige Wohnungen untergebracht werden. Sogar der wunderschöne Rittersaal im 1.
Stock des Gebäudes soll teilweise wieder instand gesetzt werden.

Für Stadtrat Faymann und Bezirksvorsteher Wurm ist mit Abschluss dieses Kaufvertrages ein wichtiges Ziel erreicht: " Die Erhaltung dieses Gebäudes ist für Mauer eine wirkliche Bereicherung. Dass dies gelingt, ohne den Wiener Steuerzahler zu belasten, ist ein wirklicher Erfolg", so Faymann und Wurm.
(Schluss) wj

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