KfV: GEFAHRENZONE Autobahn Vorläufige Unfallbilanz 1999: 1070 Tote bei 938 Unfällen. 38% der Unfälle gehen auf nicht angepaßte Geschwindigkeit zurück.

Das Risiko auf der Autobahn: Jeder zweite Unfall ist auf zu geringem Abstand zurückzuführen und bei jedem dritten tödlichen Unfall ist ein Lkw beteiligt

Wien (OTS) - Tödliche Verkehrsunfälle 1999: Die vorläufigen Unfallzahlen belaufen sich auf 1070 Verkehrstote, das sind um über 100 Tote mehr als im Rekordjahr 1998, als die Bilanz erstmals seit Jahrzehnten mit 963 Toten unter der 1000er-Grenze lag.

Insgesamt ereigneten sich im Vorjahr 938 tödliche Unfälle, davon sind 359 auf überhöhtes Tempo zurückzuführen. Nicht angepaßte Geschwindigkeit ist daher mit 38% die häufigste Unfallursache.

Darum appelliert das KfV an alle Autofahrer, mehr Sicherheitsabstand zu halten und die Geschwindigkeit zu reduzieren. Denn im Abstandsverhalten und in der angepaßten Geschwindigkeit liegen enorme Sicherheitsreserven für den Verkehr auf der Autobahn.

Die grössten Gefahrenquellen:

Autobahn und Abstand: Auf Autobahnen ist schon beinahe jeder zweite Unfall ein Auffahrunfall. Die Praxis zeigt, daß sich im Schnitt nicht einmal jeder zweite Lenker an einen 2-Sekunden-Abstand hält. Das ist die traurige Bilanz einer KfV-Studie, die das Abstandsverhalten auf der A2 Südautobahn untersucht hat. Auf dem rechten Fahrstreifen halten zwar etwa 80% der Fahrzeuge einen Abstand von mehr als zwei Sekunden ein. Aber sowohl im mittleren, als auch im linken Fahrstreifen erhöht sich dieser Anteil der kritischen Abstände, d.h . ein Abstand unter 2 Sekunden, auf 19% bzw. auf 37%.

Autobahn und Geschwindigkeit: Die Ergebnisse der Erhebung zeigen, daß mit zunehmender Geschwindigkeit der Abstand alarmierend sinkt. Zeitlücken, die bei einer Geschwindigkeit von 130km/h und mehr weniger als eine Sekunde betragen sind tödlicher Leichtsinn. Erhöht wird das Risiko durch das verstärkte Verkehrsaufkommen gerade auf den schnellen Spuren. Sorgenkind Nummer eins ist der dritte Fahrstreifen, wo dichte Verkehrsmenge mit hoher Fahrgeschwindigkeit und extrem geringe Zeitlücken aufeinandertreffen.

Autobahn und Lkw: In den vergangenen zwei Jahren war bei fast jedem dritten tödlichen Unfall auf Autobahnen und Schnellstraßen ein schwerer Lkw beteiligt. Dramatisch an den Lkw-Unfällen ist vor allem das Ausmaß. Unfälle, an denen schwere Lkw beteiligt sind, fordern überdurchschnittlich viele Menschenleben.

Unfallbilanz der Vorwoche: Bei den tödlichen Verkehrsunfällen verloren 8 PKW-Insassen (davon 7 Lenker), 1 Moped-Lenker, 1 Radfahrer und 1 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mußten nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (6), Geisterfahrer (1) und Sturz eines Radfahrers (1) festgestellt werden. Bei zwei Verkehrsunfällen konnte die Ursache nicht ermittelt werden. 4 der 10 Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang waren so genannte "Alleinunfälle".

Vom 1. Jänner bis zum 16. Jänner dieses Jahres gab es da mit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 26 Verkehrstote , im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 42 Menschen tödlich.

Achtung! Die Monatsgrafik und die Jahresgrafik der tödlichen Verkehrsunfälle 1999 ist in der APA-Datenbank "Grafik" mit dem Agenturkürzel OGS abrufbar!

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