Transporteure: Protest gegen Maut-Entscheidung

Moser: "Dem Kreisky sein Zwentendorf und dem Farnleitner die Mautstellen" - Appell an das künftige Parlament

Wien (PWK) - "Wir werden jede sich bietende Gelegenheit
wahrnehmen, um diese fatale Entscheidung zu Fall zu bringen und rückgängig zu machen," erklärte der Vorsteher des Fachverbandes Güterbeförderung in der Wirtschaftskammer Österreich, Komm.Rat Adolf Moser, Montag in einer ersten Reaktion auf die Entscheidung von Wirtschaftsminister Hannes Farnleitner zur Einführung der LKW-Maut. Die alte Koalition habe sich damit "einen Abgang bereitet, der typisch ist". Hoffentlich sei das nicht ein Symbol für eine neue Koalition.

"Damit ist klar, dass wir demnächst viele neue 'Zwentendörfer' in der Landschaft stehen haben werden. Dem Kreisky sein Zwentendorf und dem Farnleitner die Mautstellen."

Innovative Lösungen seien in Österreich offenbar nicht gefragt. Die Regierung verpulvere, so Moser, mindestens 4 Milliarden Schilling in die Errichtung der Mautstellen. Durch die höheren Betriebskosten (Infrarot-System: 7 Prozent, ASFINAG-Modell 33 Prozent) verschenke die Republik in den nächsten zehn Jahren nochmals 12 Milliarden Schilling.

Der so wichtige Gleichklang mit Deutschland sei damit dem politischen Druck und Lobbying der Bau- und Elektronikindustrie geopfert worden. Viel besser wäre es gewesen, auf die endgültige Entscheidung in Deutschland zu warten.

"Wir appellieren an das neue Parlament, durch einen mutigen Beschluss doch noch ein vernünftiges System möglich zu machen", schließt Moser seine kritische Stellungnahme. (hp)

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