Ederer: Virtual Reality Center für HiTech-Standort Wien

Wien, (OTS) Wien setzt einen Schwerpunkt in Virtual Reality. Wenige Tage nach positiver Begutachtung des Kompetenzzentrums Virtual Reality im Rahmen des K+ Programmes des Wissenschaftsministeriums wird das von der Stadt Wien mit 15 Millionen Schilling finanzierte VR-Center heute, Montag, eröffnet.

Mit der Errichtung des Virtual Reality Centers setzt Tech
Gate Vienna Wissenschafts- und Technologiepark GmbH einen
weiteren Schritt zur Verstärkung von Innovationsaktivitäten. Stadträtin Mag. Brigitte Ederer eröffnet das Center noch vor Fertigstellung des Tech Gate-Gebäudes an dem vorläufigen Standort in der Lothringerstraße, um Entwicklungsansätze einer zukunftsweisenden Technologie zu unterstützen und der Wiener Wirtschaft schon jetzt diese Einrichtungen zur Verfügung zu stellen. Die rasche Umsetzung und hochqualitative Ausstattung mit neuesten Technologien verdankt das Virtual Reality Center einer großzügigen finanziellen Unterstützung durch die Stadt Wien.

Das Tech Gate Vienna Virtual Reality Center bietet
Unternehmen eine große Bandbreite an Möglichkeiten in den Bereichen Virtual Reality, Visualisierung und Animation. Durch
seine einzigartige Hard- und Softwareeinrichtung können verschiedenste Anwendungen, die mit gewöhnlichen Computersystemen nicht umsetzbar sind, realisiert werden. Mit dem Institut für Computergrafik der Technischen Universität Wien wurde eine Kooperation über die technische Leitung des Centers vereinbart, um eine kompetente wissenschaftliche Betreuung und Beratung sowie ein Schritthalten mit den neuesten wissenschaftlichen Errungenschaften zu sichern.

Virtual Reality (VR) ist eine neue Visualisierungs- und Simulationstechnologie, die es ermöglicht, im dreidimensionalen Raum mit virtuellen Objekten zu interagieren. Somit wird es möglich, sich in virtuellen Räumen zu bewegen und zu arbeiten. Der echt dreidimensionale Visualisierungs- und Interaktionsraum
erlaubt die Konstruktion von Anwendungen, die mit den bislang verfügbaren, auf zweidimensionalen Techniken beruhenden Visualisierungsmethoden nicht möglich waren.

Schlüssel zur VR-Technologie sind Sensoren zur Positions- und Orientierungsmessung des Betrachters sowie stereoskopische Anzeigeeinheiten, wie Head Mounted Displays (Datenbrille) oder großflächige stereoskopische Projektionswände, die den Augen eine virtuelle Umgebung präsentieren. Dabei werden die Bewegungen des Benutzers mit einem magnetischen Tracking System exakt registriert und dazu verwendet, Bilder so zu berechnen, dass sie der Position und Blickrichtung des Betrachters entsprechen.

Anwendungsbereiche von Virtual Reality

In der Medizintechnik gestattet der virtuelle Operationsraum, die geplante Operation vor der Durchführung zu testen und verschiedene Varianten gefahrlos auszuprobieren. Durch das Virtual Prototyping können lange Entwicklungsphasen drastisch verkürzt und so relevante Marktvorteile geschaffen werden. In der Architektur und Raumplanung stellt VR eine überlegene Alternative zu Plänen und Zeichnungen, aber auch zu dreidimensionalen Bildschirmdarstellungen dar. Für die Stadtplanung wird die Kombination aus geografischem Informationssystem und dreidimensionaler Visualisierung neue Möglichkeiten auftun. Weitere interessante Einsatzgebiete finden sich im Marketing, in der Visualisierung von Informationen, der Unterhaltung sowie in Unterricht und Ausbildung, speziell dort, wo reale Trainingseinsätze gefährlich oder kostspielig sind, wie etwa bei der Brandbekämpfung. Weiters wird die Möglichkeit, Vergangenes in einer virtuellen Begebenheit visuell wiedererlebbar zu machen, zu einem enormen Impuls in der Museumstechnologie führen. Zielsetzung des VR-Centers

Das Virtual Reality Center stellt durch seine Kooperationen
mit universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen eine ständige Schnittstelle zwischen Universität und Unternehmen dar und hat folgende Ziele zum Inhalt:
Technologietransfer durch zahlreiche Aktivitäten wie Projekte, Kurse und Beratungen. Unterstützung von Industrie und Unternehmen im Hightech Bereich Virtual Reality, um vor allem auch kleinen und mittleren Unternehmen den Einsatz von VR-Techniken zu ermöglichen, da solche Vorhaben bis jetzt oft an dem hohen finanziellen
Aufwand für Hard- und Software scheitern. Durch das VR-Center kann das Risiko, das mit der Umsetzung von Hightech-Projekten mit hohem Investitionsaufwand sehr häufig verbunden ist, vermindert und
damit die Innovationsaktivität der Unternehmen erhöht werden. Erleichterung des Zugangs der Unternehmen zu Wissenschaftern und
zu wissenschaftlichem Know-how. Durch seine Kooperation mit einschlägigen universitären Einrichtungen ist das VR-Center in der Lage, den Wissenstransfer sowohl über Personalaustausch als auch über gemeinsame Projekte zu unterstützen.

Erleichterung des Zugangs der Universität zu relevanten wirtschaftlichen Fragestellungen. Umgekehrt kann auch die Universität durch bessere Kontakte zu Unternehmen ihre Ausbildung rascher an den Markt anpassen. Durch die verschiedenen Formen der Forschungskooperation ergeben sich zudem interessante wirtschaftliche Möglichkeiten für Universitäten.

Nach Fertigstellung des Tech Gate-Gebäudes im Mai 2001 wird das VR-Center in den Wissenschafts- und Technologiepark
übersiedeln und einen weiteren Teil des reichhaltigen Angebots und der hochwertigen Infrastruktur, die Tech Gate Vienna seinen
Mietern bieten wird, bilden. (Schluss) sto

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