LR Kranzl: Reform des Scheidungsgesetzes bedeutet wesentliche Verbesserung für die Frauen

Broschüre "Was tue ich, wenn es zur Scheidung kommt" bereits in der sechsten Auflage

St. Pölten (SPI) – "Viele Frauen bringt der Entschluss sich scheiden zu lassen oft in existenzbedrohende Notlagen. In diesen Situationen ist es von äußerster Wichtigkeit, auf umfassende Informationen über die juristischen Sachlagen und Möglichkeiten zurückgreifen zu können. Dazu gibt es die Broschüre "Was tue
ich, wenn es zur Scheidung kommt”, die schon von
Frauenministerin Dohnal initiiert wurde und mittlerweile in der sechsten Auflage erscheint. Diese Broschüre ist ein erster, umfangreicher Ratgeber für Betroffene. Weiters ist mit 1.
Jänner 2000 ein Eherechtsänderungsgesetz in Kraft getreten, in welchem wichtige Reformvorstellungen umgesetzt werden konnten.
Die Novelle ist darauf ausgerichtet, die Grundsätze der Partnerschaft in der Ehe verstärkt zu betonen, den Schutz der wirtschaftlich schwächeren Ehegatten auszubauen, das Zerrüttungsprinzip im Ehescheidungsrecht mehr in den Vordergrund
zu stellen und die Unterhaltsregelungen mehr am Bedarfsprinzip
zu orientieren. Auf die geänderte Gesetzeslage wurde bereits in
der sechsten Auflage der Broschüre eingegangen”, begrüßt LR für Soziales Christa Kranzl die Aktion des Bundesministeriums für Frauenangelegenheiten.****

Jedoch nicht nur der Fall einer Scheidung, auch andere strittige Punkte während und in der Ehe, wie die Höhe des
Wirtschaftsgeldes oder das Anrecht auf Berufsausübung, werden
jetzt seit Jahreswechsel stärker berücksichtigt. Mit der Unterhaltsanspruchsregelung von bis zu 33% des Netto-Einkommens
wird verstärkt einem oftmaligen Abhängigkeitsverhältnis zum einkommensstärkeren Ehepartner entgegengewirkt. "Man sollte aber trotzdem nicht auf die Beratung von Spezialisten verzichten. Wir haben in Niederösterreich Frauenberatungsstellen, wo man rasch
und unbürokratisch Hilfe erfährt”, so Landesrätin Christa Kranzl weiter.
Frauenberatungsstellen sind in Neunkirchen, Hollabrunn, Zwettl, Gänserndorf, Wr. Neustadt, Mödling und Amstetten zu finden.

"Dass Gesetze keine zwischenmenschlichen Beziehungen regeln
können, scheint klar, aber man kann rechtliche Fundamente errichten, auf die man in schwierigen Zeiten, wo man vielleicht unter schwerstem emotionalen Druck leidet, zurückgreifen kann
und wieder Halt findet”, so LR Kranzl abschließend.
(Schluss) sk

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