FORMAT: EU will Zimt weitgehend verbieten - Traditionelle Backwaren gefährdet

Strafverfahren gegen Anker wegen Apfelschnitten und Apfeltaschen läuft bereits

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner neuen Ausgabe berichtet, ist gegen die Großbäckerei Anker am Bezirksamt Wien Favoriten ein Verwaltungsstrafverfahren wegen zu viel Zimt in Apfelschnitten und Apfeltaschen anhängig. Laut FORMAT weist ein Gutachten der Lebensmitteluntersuchungsanstalt, datiert mit dem 21. Oktober und unterzeichnet vom Chef der Anstalt, Dietfried Schlotter, einen zu hohen Cumarin-Gehalt in den Backwaren aus. Nach der umstrittenen Ansicht des wissenschaftlichen Lebensmittelausschusses der EU-Kommission in Brüssel ist der EU-Bestandteil Cumarin gesundheitsschädlich.

FORMAT zitiert in dem Bericht die Lebensmittelexperten von Wirtschaftskammer und Gewerkschaft, Wolfgang Königshofer und Gerhard Riess, sowie den österreichischen Gewürz-Unternehmer Erwin Kotanyi. Sie vertreten die Ansicht, daß es sich um einen Präzedenzfall handelt, der das Verschwinden von traditionellen Produkten wie Apfelstrudel, Zimtstern oder Lebkuchen aus der österreichischen Küche bringen würde.

Wie FORMAT berichtet, wurden die Grenzwerte für Zimt bereits 1988 von der EU-Kommission in der Aromenrichtlinie regelmentiert. Die darauf basierende österreichische Ordnung wurde bisher von österreichischen Konditoren und Bäckern ignoriert. Gewürze waren darin noch nicht dezidiert genannt. Die Betroffenen Unternehmer sahen deshalb einen Interpretationsspielraum und behielten ihre Rezepte bei

Laut FORMAT will die Kommission das nicht länger akzeptieren und hat mit einem neuen, FORMAT vorliegenden, Arbeitspapier die Grenzwerte klar definiert und in Kooperation mit dem Bundesministerium für Konsumentenschutz, der Lebensmitteluntersuchungsanstalt und dem Marktamt eine Aktion scharf gestartet, bei der Anker ins Netz ging. Im FORMAT-Bericht kommt auch der Anker-Lebensmitteltechnologe Martin Krebs zu Wort. Er fürchtet weniger die drohende Geldstrafe für die Großbäckerei, als vielmehr dramatische Folgen für die ganze Branche.

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