Weninger: Verkehrsoffensive für Niederösterreich

Kreuzungsfreie Badener Bahn, ein Tarif für Wien und NÖ und Lärmschutz haben Priorität

St. Pölten, (SPI) - "Mehr Landesmittel für Schiene und Straße", fordert LAbg. Hannes Weninger für das Wiener Umland. "Wir wollen ein großes Stück vom Kuchen", gibt sich der neue Mödlinger SPÖ-Bezirkschef kämpferisch. Der "Kuchen" sind die von LH Pröll angekündigten 15 Milliarden für den Nahverkehr in Niederösterreich. "Ich vermute jedoch, dass dieser Kuchen erst gebacken werden muss", traut Weninger den Ankündigungen des Landes aufgrund der knappen Budgetsituation wenig.****

"Dass großzügige Investitionen im Strssen- und Schienennetz von Niederösterreich absolut notwendig und längst überfällig sind, ist unbestritten. Mit der Aktion "Brennpunkt Verkehr" haben wir ein Jahr lang mit der betroffenen Bevölkerung die Verkehrssituation diskutiert und einen detaillierten Maßnahmenkatalog im Landtag eingebracht. Jetzt ist aber Schluß mit lustig. Wir verlangen vom zuständigen Landesverkehrsreferenten Pröll ein Umsetzungskonzept, mit exakten Zeit- und Finanzierungsplänen", so der Mödlinger Mandatar. Bis Ende 2001 müssen im Zuge des Autobahnausbaus die Lärmschutzmaßnahmen entlang der A2 von Vösendorf bis Guntramsdorf und auf der Allander Autobahn bis Wienerwald auf den neuesten Stand gebracht und fertiggestellt werden. Ohne effiziente Lärmschutzwände und lärmdämmende Straßenbelege kann keine Akzeptanz der Bevölkerung für den geplanten Bau der B301 erwartet werden.

Das Stiefkind Badener Bahn muss endlich aus ihrem Dornröschen-Schlaf erweckt werden. Die jahrelange Diskussion über eine U-Bahn nach Mödling soll laut Weninger mit massiven Investitionen in die Badener Bahn positiv abgeschlossen werden. Mit einer kreuzungsfreien Führung der Badener Bahn und der Anbindung an das Wiener U-Bahn-Netz bei Siebenhirten würde mit geringem Aufwand ein leistungsfähiges Nahverkehrsangebot für Wien und Niederösterreich entstehen. Gleichzeitig würden dadurch die stark belasteten Hauptverkehrsstraßen deutlich entlastet werden. Nicht locker lassen will Weninger auch von seinen verkehrspolitischen Steckenpferd, der Kernzonen-Erweiterung. "Alle Pendleranalysen zeigen, dass neben der optimalen Verkehrsverbindung auch der Preis ausschlaggebend ist, ob jemand bereit ist, vom Auto auf Öffis umzusteigen. Ein gemeinsamer Tarif für Wien und das Wiener Umland wäre ein deutlich Signal im neune Jahrhundert großräumiger und weitdenkender zu planen als bisher", so LAbg. Hannes Weninger abschließend.
(Schluss) fa

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200/2794

Landtagsklub der SPÖ NÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/SPI