RTL-EXTRA / Am Montag, 17. Januar 2000, produziert Hans Meiser seine 1500. Talkshow für RTL / Zum Jubiläum stellt sich Hans Meiser Harald Schmidt und dem Lügendetektor

Köln (ots) - Er hat das Bild des Privatfernsehens geprägt, wie kein zweiter: Hans Meiser, 53, Journalist. Am 17. Januar 2000 moderiert er zum 1500. Mal seine RTL-Talkshow am Nachmittag. Und Wiederholungen der Meiser-Shows, die meist in den Sommermonaten gesendet werden, sind in dieser gigantischen Zahl nicht einmal enthalten.

Rückblick: Am 14. September 1992 startet der ehemalige Anchorman der RTL-Hauptnachrichten die erste tägliche Talksshow im deutschen Fernsehen. Was in den USA längst die Zuschauer vor den Bildschirm bannt, soll nun auch hierzulande etabliert werden. Das Thema der allerersten Sendung: "Partneragenturen - Wenig Liebe für viel Geld" (1,57 Zuschauer, MA: 22,2%). Die Kritiker sind skeptisch. Wie will Hans Meiser und sein Redaktionsteam Tag für Tag eine Stunde Sendezeit mit den Problemen von Otto-Normal-Verbrauchern füllen? Woher sollen all die Gäste kommen, die vor laufender Kamera über ihre ganz privaten Krisen, Glücksmomente und alltäglichen Sorgen debattieren?

Inzwischen saßen allein bei Hans Meiser mehr als 9000 Gäste auf der Talkcouch. Menschen aus unterschiedlichsten sozialen Schichten, Berufs- und Altersgruppen. Meisers jüngster Talkgast war eine elfjährige Mutter, die gemeinsam mit ihrer Oma ins Studio kam; der älteste ein 96jähriger Rentner, der als Beweis seiner Fitness ein Tänzchen aufführte. Und genaugenommen gibt es nur zwei Personen, die der Altmeister des Talks bislang noch nicht in seiner Sendung befragen konnte: den Papst und die Königin von England. "Beide stehen auf meiner Wunschliste seit Jahren ganz oben", so Meiser. "Und wer weiß, vielleicht findet sich ja noch ein Termin."

Als "Einzelkämpfer" in Sachen Daily Talk gestartet, bekam Hans Meiser schnell medialen Zuwachs - und Konkurrenz. RTL schickte 1993 Ilona Christen ins Talk-Rennen. Die ARD plazierte am 28. Februar 1994 den evangelischen Pfarrer "Fliege" auf dem 16 Uhr-Sendeplatz. Und bei Pro 7 fordert seit März 1999 zeitgleich mit Meiser "Nicole" die "Entscheidung am Nachmittag". Inzwischen zeigt RTL montags bis freitags fünf Daily Talks, bei SAT. 1 laufen vier, bei Pro 7 drei Formate. Die ARD hat weiterhin "Fliege" im Programm. Logisch, dass bei einer solchen Konkurrenzsituation Zuschauerzahlen von 5,61 Millionen (die höchste "Meiser"-Quote aller Zeiten, erzielt am 1. November 1993) und Marktanteile jenseits der 20-Prozent-Marke nur schwer zu erzielen sind. Im Jahr 1999 kam Hans Meiser dennoch auf einen Schnitt von 1,60 Millionen Zuschauer, der Marktanteil bei allen Zuschauern ab drei Jahren lag bei 18%, bei den 14 bis 49jährigen waren es 16,3%.

"Die Situation ist sicher schwieriger geworden, was aber nicht bedeutet dass ich die Lust an meiner Sendung verloren hätte", so der RTL-Moderator. Im Gegenteil. Im November letzten Jahres wurde das Konzept der Show modifiziert. Der Journalist Meiser setzt vermehrt auf Themen mit Nutz- und Informationswert für die Zuschauer. Und die Resonanz, die den Talker per Post, Fax, Telefon, e-mail oder Internet erreicht, ist durch die Bank positiv. "Talkshows spiegeln ganz stark den Zeitgeist wieder. Anfangs waren Gesundheitsthemen der Renner, dann interessierten Beziehungsprobleme, zwischenzeitlich präferierten die Zuschauer kontroverse Sendungen, in denen auch mal die Fetzen flogen, dann ging der Trend wieder in Richtung Show und leichte Unterhaltung. Ich persönlich habe mich immer als eine Art Kaufhausdirektor gesehen, der sowohl Gemischtwaren als auch edlen Zwirn im Angebot hat", resümiert Meiser seine sieben Talk-Jahre. "Abgestumpft", so der 53jährige, "bin ich aber auch nach 1500 Sendungen nicht. Erst in der vergangenen Woche haben wir eine Sendung mit dem Titel Wenn Kinder sterben - Wie werde ich damit fertig' (Ausstrahlung: 7. Februar) aufgezeichnet, die mir derart an die Nieren ging, dass ich kurz davor war, die Produktion abzubrechen."

Zum Jubiläum am Montag, 17. Januar 2000, unterzieht sich Hans Meiser einem Test der besonderen Art. TV-Kollege Harald Schmidt hat einen Lügendetektor im Gepäck und will dem Talkmaster seine größten Geheimnisse entlocken. Außerdem wird Schmidt (gemeinsam mit Birgit Schrowange) komödiantisches Talent beweisen und skurille "Meiser"-Gäste parodieren. Die Live-Sendung läuft wie immer um 16 Uhr.

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