polycollege Stöbergasse: die Komponistengruppe "Gegenklang" und das "Bekic/Weber/Herrmann-Trio" spielen "SCHNITTSTELLEN". "RETROSPEKTIVE AKUSMATISCHE MUSIK X" abgesagt

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Elektroakustik, experimentelle und angewandte Musik der Musikuniversität Wien, veranstaltet das polycollege Stöbergasse ein Konzert der Komponistengruppe "Gegenklang" und des "Bekic/Weber/Herrmann-Trios". Das Projekt heißt "Schnittstellen", die Musikrichtung läßt sich mit den Begriffen Neue Musik, Free Jazz, Improvisation und Elektronik eingrenzen.

Wer: Komponistengruppe "Gegenklang" (Reinhard Fuchs, Gerald Resch, Jorge Sánchez-Chiong) und das "Bekic/Weber/Herrmann-Trio" (Saxophon:
Ludwig Bekic, Bass: Christian Weber, Drums: Gerhard Herrmann, Klangregie/Technik: Wolfgang Musil)
Was: "Projekt Schnittstellen", Neue Musik, Free Jazz, Improvisation und Elektronik
Wann: Freitag, 28. Jänner 2000, 19.30 Uhr
Wo: polycollege Stöbergasse, 5., Stöbergasse 11-15

Die "RETROSPEKTIVE AKUSMATISCHER MUSIK X", die für den 18.1. geplant war, muß leider abgesagt werden.

Gerald Resch zum "Projekt Schnittstellen:

Das Bekic/Weber/Herrmann - Trio hat sich auf Free Jazz spezialisiert. Drei Komponisten der Gruppe GEGENKLANG haben in enger Zusammenarbeit während mehrerer Sessions mit dem Bekic/Weber/Herrmann-Trio musikalische Verläufe im Spannungsfeld zwischen Komposition und Improvisation entwickelt.
An den "Schnittstellen" dieser gemeinsamen Arbeit, bei der die Grenzen der Urheberschaft verschwimmen, entstanden Konzepte für ein kollektives musikalisches Event von ca. 50 Minuten Dauer, bei dem die drei Live-Musiker nach mehr oder weniger strengen Vorgaben von Seiten der Komponisten musizieren, wobei sie ihre mehrjährige Free-Jazz-Erfahrung des Zusammenspiels maßgeblich einbringen. Zusätzlich zu dieser Live-Schicht des musikalischen Ablaufs gibt es die zweite Ebene eines vorgefertigten Tonbandes (auf acht regelmäßig um das Publikum herum angeordneten Lautsprechern), dessen Ausgangsmaterial zu Gänze aus geleiteten Improvisationen der drei Musiker besteht, dessen musikalischer Verlauf aber von den drei Komponisten nach völlig anderen Prinzipien erstellt wurde als der musikalische Verlauf der ersten Live-Schicht.
So kommt es auch auf einer zusätzlichen Ebene zu "Schnittstellen":
Einerseits besteht trotz unterschiedlicher Texturen eine enge klangliche und gestische Verwandtschaft zwischen der Tonband- und der Live-Schicht, andererseits finden in jedem Augenblick spontane Reaktionen auf das Geschehen des Tonbandes statt. Die Komponisten wiederum reagieren ihrerseits auf das Musizieren des Trios mit Modifikationen des Tonband-Ablaufs (zusätzliche Zuspielungen, Auslassungen, Verdichtungen, ...). Auf diese Weise entsteht eine eigentümliche Art des gemeinsamen Musizierens, bei der sich sozusagen zwei Trios (drei Musiker und drei Komponisten) ständig wechselseitig beeinflussen.

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