LKW Maut in Österreich - weitere Verzögerungen unverständlich Stellungnahme des FEEI zu den Pressemeldungen vom 12. Jänner 2000

Wien (OTS) - "Eine Neuauflage der Diskussion der elektronischen Ausstattung beim LKW-Road-Pricing zum jetzigen Zeitpunkt halten wir für verzichtbar.", so Dr. Raschka vom Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), "die technologische Entwicklung und europäische Erfahrungswerte sprechen für sich."

Im Sinne einer konstruktiven Diskussion und der dringend notwendigen Realisierung der LKW-Maut in Österreich fordert der FEEI daher - auf Basis bereits fixierter einschlägiger Standards und internationaler Erfahrungen - eine zügige Umsetzung. Keinesfalls wäre eine weitere Verzögerung dieses weichenstellenden verkehrspolitischen Projektes akzeptabel, zumal die heute geführte Diskussion "Infrarot versus Mikrowelle" bereits vor Jahren auf europäischer Ebene vorentschieden wurde.

Standardisierungsprozess weit fortgeschritten

Elektronische Bemautungssysteme sind mittlerweile weltweit ein wesentlicher Bestandteil zur Erhaltung und Finanzierung der Straßeninfrastruktur. Schon vor einigen Jahren wurde auf der europäischen Standardisierungsebene (CEN) beschlossen, verfügbare Technologien zu untersuchen und sinnvolle Lösungen im Sinne der europaweiten Vereinheitlichung zu standardisieren.

Als betrieblich und technisch sinnvollste Lösung wurde die Mikrowellenkommunikation ausgewählt und über einige Jahre in enger Zusammenarbeit mit einschlägigen Industrieunternehmen ein Standard erarbeitet. Dieser Standard ermöglicht, dass verschiedenste Hersteller Produkte bereitstellen können, die gemeinsam in einem europaweiten Gesamtsystem zusammenarbeiten können.

Derzeit befindet sich dieser Standard gemäß den europäischen Normungsrichtlinien im Status einer Vornorm und wird bereits nicht nur europaweit als Basis für einschlägige Ausschreibungen verwendet. So werden derzeit in vielen Ländern auf diesem Standard basierende Systeme ausgeschrieben und errichtet. Auch in den USA hat man sich vor kurzem darauf geeinigt, einschlägige Normungsgremien mit der Erarbeitung eines US-spezifischen Mikrowellenstandards zu beauftragen.

Länderspezifika sind zu berücksichtigen

Unter Einbeziehung der länderspezifischen Gegebenheiten und Rahmenbedingungen gilt es nun, unterschiedliche Systemkonzepte auf Basis von genormter Mikrowellen-Spezifikation zu entwickeln, die in Bezug auf die elektronische Abfertigung länderübergreifend ein Zusammenspiel der einzelnen Lösungen ermöglichen.

Zur Forderung, ein vollelektronisches System ohne Mauthäuschen zu installieren, ist festzuhalten, dass die Gestaltung nicht von der verwendeten Mikrowellentechnologie abhängt. Selbstverständlich werden weltweit Systeme, die auf Mikrowellenbasis errichtet werden, auch in vollelektronischen Konfigurationen ohne Mauthäuschen konzipiert.

Einfach beschrieben: Infrarot ist ein optisches System, das durch Witterungseinflüsse wie Schnee und Regen - ebenso wie das menschliche Auge - in seiner Funktion beeinträchtigt wird. Mikrowelle wird davon nicht beeinflusst. Einen technologischen Vorteil von Infrarot gegenüber Mikrowelle gibt es also keinesfalls.

Hohe Anforderungsprofile an Interessenten

Da es sich bei dem in Österreich zu errichtenden LKW-Mautsystem um ein Projekt von signifikanter Größenordnung handelt, muss - wie weltweit üblich - ein mit der Realisierung zu beauftragendes Unternehmen auf einer Reihe von unterschiedlichen Gebieten entsprechende Qualifikationen besitzen. Die Pflicht des Auftraggebers ist es daher, lediglich solche Unternehmen zur Ausführung in Betracht zu ziehen, die nachweislich sowohl über die geforderte Kompetenz und Erfahrung als auch über den notwendigen wirtschaftlichen Hintergrund verfügen.

Es werden im Rahmen der Präqualifikation zur LKW Maut in Österreich durch den Auftraggeber Interessenten gesucht, die die Anforderungen an ein derartiges Projekt erfüllen.

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