Stellungnahme Simon Wiesenthals zu Mahnmal am Judenplatz

Wien, (OTS) Simon Wiesenthal hat - in Reaktion zu einer politischen Stellungnahme zum Thema Judenplatz, in der er genannt wird - Kulturstadtrat Peter Marboe folgendes Schreiben
übermittelt, in dem er seine Position darstellt.

Simon Wiesenthal: "Die FP-Fraktionsführerin im gemeinderätlichen Kulturausschuss, Frau Mag. Heidemarie Unterreiner, hat mir als Initiator des Mahnmales für die mehr als 65.000 ermordeten österreichischen Juden unterstellt, dass ich
mich mittlerweile ‘expressis verbis gegen das Whiteread-Projekt ausgesprochen hätte’. Diese Erklärung entspricht nicht der Wahrheit. Ich habe mich niemals gegen das Projekt ausgesprochen.
In der Jury für die Auswahl der Mahnmal-Entwürfe haben wir uns alle einstimmig für dieses Projekt der britischen Künstlerin entschieden. Auch die Erklärung von Mag. Unterreiner, dass die Kosten für das Mahnmal von 5 Millionen Schilling auf 130 Millionen gestiegen sind, entspricht nicht den Fakten. Das Mahnmal kostet nicht mehr als 5 Millionen Schilling. Die Ausgrabungsarbeiten an
der OrSarua Synagoge sowie die Erweiterung zu einem Museum in
Hause Judenplatz 8 und der Zugang zu den unterirdischen
Schauräumen bewirkten die erhöhten Kosten, die im Gemeinderat bewilligt wurden.

Dieses Mahnmal am Judenplatz hat sowohl seine historische als auch moralische Berechtigung. Es wird sowohl Österreichern als
auch ausländischen Besuchern beweisen, dass der österreichische Staat und die Gemeinde Wien seinen - von den Nazis ermordeten -jüdischen Mitbürgern ein ehrendes und mahnendes Gedenken bewahrt." (Schluss) gab/vo

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