Pensionen: Neuen Anschlag nicht hinnehmen ! GLB: ÖGB darf nicht in die Knie gehen ...

Wien. (OTS) - Die von Finanzminister Edlinger ins Auge gefaßte Maßnahme, das Pensionsantrittsalter um zwei Jahre hinaufzuschrauben, stellt nach Ansicht des Gewerkschaftlichen Linksblocks im ÖGB (GLB) einen schweren Vertrauensbruch mit den Versicherten und darüber hinaus eine extrem unsoziale Maßnahme dar. GLB- Vorsitzender und ÖGB-Vorstandsmitglied Manfred Groß: "Wenn heute jemand nach 35 und mehr Versicherungsjahren als Frau mit 55 und als Mann mit 60 in Pension gehen will, dann soll das ein gutes Recht sein und bleiben. Und wenn jemand nicht mehr arbeitsfähig ist, dann wird ohnehin dieser Schritt erfolgen müssen. Eine Anziehen der Pensionsaltersschraube würde jene am härtesten treffen, die ihre Arbeit verloren haben und nicht die geringste Chance auf einen neuen Arbeitsplatz haben. Sie sind dazu verurteilt, zwei Jahre länger in der Arbeitslosigkeit bei geringstem Einkommen zu verharren. Das ist nicht hinzunehmen, zumal Edlingers Budgetlöcher nicht weiter auf Kosten der einkommensschwächsten Teile der Bevölkerung gestopft werden dürfen! Der Herr Finanzminister soll lieber einmal nachrechnen, was ihm eine mehr als gerechtfertigte Besteuerung der Finanzspekulanten und ein Eintreiben der Steuerschulden des Kapitals einbringen würde. Dann wird er draufkommen, daß er ein mehrfaches des Effektes dieses neuen unsozialen Pensionsanschlages erreichen würde!"

An den ÖGB richtet der Gewerkschaftliche Linksblock die Aufforderung, "in der Sache und im Ton hart zu bleiben, und nicht mehr zurückzuweichen". Dazu Manfred Groß: "Es darf keinen Umfaller seitens des ÖGB mehr geben! Mehr noch: Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, einer neuen - wie auch immer zusammengesetzten - Regierung zu zeigen, daß man keine weiteren einseitigen Belastungen der Arbeitnehmer mehr hinnimmt. Wer sich an den sozialen Errungenschaften vergreift, der soll wissen daß er mit dem entschlossenen Widerstand und notfalls mit Kampfmaßnahmen seitens der Gewerkschaften rechnen muß!". Die LinksgewerkschafterInnen verlangen, daß entsprechende Schritte vorbereitet werden.

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