Csörgits: Frauen nicht in atypische Beschäftigung drängen

Brauchen Vollzeitarbeitsplätze

Wien (ÖGB). Zum neuen Höchststand von geringfügig beschäftigten Frauen erklärte heute ÖGB-Frauenvorsitzende Renate Csörgits: ”Die Zahl geringfügig beschäftigter Frauen steigt kontinuierlich, diese Entwicklung muss gestoppt werden.”++++

Dieser Trend ginge auf Kosten der Frauen, nur die Wirtschaft profitiere von dieser Form von Arbeitsverhältnissen, so Csörgits. Frauen zählen zu jener Gruppe am Arbeitsmarkt, die am stärksten in Bereichen wie Teilzeit und geringfügiger Beschäftigung zu finden ist. Diese Entwicklung sei jedoch sehr gefährlich, konstatiert Csörgits. Nicht nur geringes Einkommen und schlechte Aufstiegschancen seien die Folge, sondern letztendlich auch geringere Pension im Alter und damit Altersarmut.

”Statt Rekordwerte bei atypischen Beschäftigungsverhältnissen, sind Vollzeitarbeitsplätze gefragt”, so Csörgits, denn ”kein Mensch kann vom Einkommen dieser atypischen Beschäftigungsformen leben.” Frauen könnten auf diese Weise wieder zu klassischen ”Dazuverdienerinnen” werden, befürchtet die ÖGB-Frauenchefin. Dies sei jedoch nicht das Ziel einer frauenfördernden Entwicklung. (bfm)

ÖGB, 13.Jänner 2000 Nr. 8

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