Zementindustrie: Energiequelle Abfall ersetzt Öl und Kohle

Vereinigung der österreichischen Zementindustrie präsentiert neue Studie

Wien (OTS) - Ab 1. Jänner 2004 ist das Ablagern von brennbaren Abfällen auf Deponien verboten. "Je näher dieser Zeitpunkt rückt, desto dringender müssen die notwendigen Verbrennungsmöglichkeiten verfügbar sein. Die Zementindustrie hat das technische "Know how" und die Anlagenkapazitäten, größere Mengen an Abfall rückstandslos zu verwerten", sagte MMag. Dr. Kriegner, Vorsitzender der Vereinigung der österreichischen Zementindustrie und Generaldirektor der LaFarge-Perlmooser AG. Für die Zementherstellung könne ein großer Teil des Bedarfs an thermischer Energie mit diesen Abfällen gedeckt werden, so Kriegner.

"Bereits jetzt werden ca. 27% des Energiebedarfs der Zementindustrie durch die Nutzung von Abfällen gedeckt. So sparen wir heute jährlich bereits 75.000 Tonnen Steinkohle ein. Das schont Ressourcen und reduziert durch die CO2 Minderung den Treibhauseffekt", sagt Kriegner. Abfall sei Energiequelle und Rohstoff für die Produktion von Zement. Die Zementindustrie verwerte Alt- und Abfallstoffe komplett, also rückstandsfrei und das ohne Veränderung der Emissionssituation. Rückstandsfrei bedeutet, dass bei der thermischen Verwertung von Alt- und Abfallstoffen alle anfallenden Ascherückstände als Rohstoff für die Zementherstellung weiter verwendet werden. Bei herkömmlichen Verbrennungsverfahren z.B. in Müllverbrennungsanlagen werden diese Reststoffe Deponiert.

"Weiterhin landet aber ein Drittel dieser Abfälle als "vergrabene Energien" in Deponien. Wertvolle Ressourcen und Energien werden vergeudet. Unser Ziel ist es, durch Abfall 70% des herkommlichen Brennstoffs zu ersetzen. Das sind knapp 3% der jährlich in Österreich zu verbrennenden Abfälle", so Kriegner. Die Zementindustrie setze aber nur gezielt ausgesuchte Abfälle ein. Unbehandelter Hausmüll oder nicht aufbereiteter hausmüllähnlicher Gewerbeabfall sei für die Zementproduktion gar nicht geeignet. Durch sorgfältige Auswahl, qualifizierte Aufbereitung und strenge Kontrolle würden alternative Brennstoffe gewonnen, die den fossilen Brennstoffen wie Kohle und Koks um nichts nachstehen.

Der international anerkannte Experte für Abfallwirtschaft und Stoffhaushalt, Univ. Prof. Dr. Brunner (TU Wien), hat eine Studie über Möglichkeiten und Grenzen der Abfallverbrennung in der Zementindustrie erarbeitet. "Die Studie zeigt klar: Auch beim Einsatz großer Mengen von Abfall können die lufthygienischen Grenzwerte eingehalten werden und wir können die hohe Qualität des österreichischen Zements beibehalten", so Kriegner abschließend.

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