Kplus-Erfolg für das Forschungszentrum Seibersdorf

Wien (OTS) - Die Austrian Research Centers Seibersdorf (ARCS) können heute einen schönen Erfolg verbuchen. An zwei der insgesamt fünf neuen Kompetenzzentren Kplus, die BM Caspar Einem auf Empfehlung einer internationalen Expertengruppe zur Förderung ausgewählt hat, wird Österreich größtes anwendungsorientiertes Forschungszentrum mitarbeiten. Nicht zuletzt die Kompetenz der Seibersdorfer Forscher auf dem Gebiet der "Advanced Computer Vision" und der "Applied Electrochemistry (ECHEM)" hat zu dieser Entscheidung geführt. Damit sind die ARCS nunmehr bereits an drei der inzwischen insgesamt zehn Kompetenzzentren Kplus beteiligt.

Der wissenschaftliche Leiter der ARCS Prof. Günter Koch sieht in der Auswahl eine Bestätigung für die neue strategische Ausrichtung des Forschungszentrums: "Ein ausgewogener Mix zwischen anwendungsorientierter Forschung direkt in Verbindung mit den potentiellen Anwendern und in Kombination mit anderen Forschungseinrichtungen einerseits und grundlagenorientierte Forschung, um auch zukünftig den notwendigen Know-how-Vorsprung zu haben, ist unser Erfolgsrezept. Wir erkämpfen uns derart etwa zwei Drittel unserer Einnahmen direkt vom Markt und benötigen nur mehr ein Drittel vom Staat für die Basisforschung und die Aufrechterhaltung von Services für die Öffentlichkeit. Die zwei neuen Kompetenzzentren, an denen wir beteiligt sind, stellen einen positiven Anreiz für uns dar, unsere Leistungen gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen zum Wohl der österreichischen Wirtschaft zu optimieren".

An folgenden Kompetenzzentren Kplus sind die ARCS beteiligt:

1.) Advanced Computer Vision

Computergestütztes Sehen und Darstellen sind bedeutende Zukunftstrends mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten. Heute schon gibt es eine ganze Reihe von wichtigen Einsatzgebieten: Mit Bildüberwachung kann der Zutritt zu Gebäuden überprüft und ganze Komplexe überwacht werden. Im Straßenverkehr können intelligente Sensoren dazu beitragen, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Für die Industrie gibt es ein breites Anwendungsspektrum bei der Qualitätskontrolle während laufender Produktionsprozesse. Verfeinerte medizinische Bildanalyse verbessert die Diagnose und steigert damit die Heilungschancen. Und schließlich eröffnen dreidimensionale Objektvermessung, Modellierung, Rekonstruktion, Visualisierung und Darstellung in virtueller Realität neue Märkte für Werbung, Ausbildung, Unterhaltung und Kultur.

2.) Applied Electrochemistry (ECHEM)

Elektochemische Verfahren finden vielfältig Anwendung: Handy oder Laptop funktionieren nur mit einer Batterie, die Karosserie von Autos wird mit Hilfe von elektrochemischen Verfahren vor Korrosion geschützt und Schreibgeräte werden mit solchen Verfahren in Form einer dekorativen Goldschicht verschönert. Die Forschung richtet sich nach neuen Gebieten: So sollen Brennstoffzellen für dezentrale Energieversorgung entstehen oder Die Kontaktierung von Computerchips mit hohen Taktfrequenzen ermöglcht werden. Im Kplus ECHEM haben sich nicht weniger als 39 namhafte Industriebetriebe und sechs Forschungsinstitute zusammengeschlossen, um mit Unterstützung des Bundes und des Landes Niederösterreich ein Kompetenzzentrum für angewandte Elektrochemie zu errichten. Dort werden Grundlagenforschung, anwendungsorientierte Forschung und industrielle Erfahrung und Anwendung vereint, um die in Österreich vorhandene Kompetenz auf dem Gebiet der Oberflächentechnologie, der elekrochemischen Speicherung und Umwandlung und der Umwelttechnik fruchtbar zu machen und industriell zu verwerten.

3.) Leichtmetall Kompetenzzentrum Ranshofen

Das bereits in der ersten Runde ausgewählte Kompetenzzentrum hat seine Arbeitsschwerpunkte bei Verbundwerkstoffen, Schaumaluminium, Gießen und Umformen. Dabei wird ein Bogen von der Herstellung von Leichtmetallwerkstoffen bis hin zum Recycling gespannt. Anwendung finden die Werkstoffe vor allem im Automobilbau, wo es darum geht, leichte, dabei aber gut energieabsorbierende Elemente zu verwenden. Die im Zentrum von den Experten der ARCS betriebene Forschung richtet sich daher auf das Gebiet der Legierungs- und Verfahrenstechnik, um höhere Festigkeiten, verbessertes Verformungsvermögen, weniger Nachbearbeitungsbedarf, geringere Ausschussraten und reduzierte Kosten zu erzielen. Neben wissenschaftlichen Partner, wie der ETH Zürich und der TU-Wien sind elf Unternehmenspartner aus dem Leichtmetall-Bereich in das zukunftsweisende Projekt eingebunden.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Wolfgang Renner
ARCS/Corporate Communications
Tel.: 02254/780-2046
Email: wolfgang.renner@arcs.ac.at
Mag. Peter Menasse
communication matters
Tel.: (01) 503 23 03
Email: menasse@comma.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OFS/OTS