- Bischof Alois Kothgasser: "Mißbehagen" bei Bischofsernennungen in

Wien (OTS) - Österreich
- Reformvorschläge der Dialog-Gruppe zur "Bischofswahl" vor

Fertigstellung
Utl: Vorausmeldung zu News Nr. 2, 13. Jänner 2000 =

Der Innsbrucker Bischof Alois Kothgasser, der die
Arbeitsgruppe des "Dialogs für Österreich" leitet, die sich mit dem Thema "Bischofswahl" auseinandersetzt, räumt ein "Mißbehagen im Zusammenhang von Bischofsernennungen in Österreich" ein. In einem Interview für die morgen erscheinende Ausgabe von News erklärt Kothgasser, man hätte sich in der Vergangenheit "mehr Transparenz und mehr Mitbeteiligung an der Erarbeitung von Vorschlägen" erwartet. Deshalb habe nun die Dialog-Arbeitsgruppe ein Papier zum Thema "Bischofswahl" vorbereitet. Es werde noch bis Mitte Jänner in Österreich bearbeitet, so Kothgasser. Danach wird es nach Rom übermittelt. Hauptforderung: Die Ortskirchen sollen eine wichtigere Rolle spielen, wenn es um eine Bischofsernennung geht. "Es wäre wichtig, daß Bischofskandidaten aufgrund einer umfassenden Konsulation durch den Apostolischen Nuntius, die Bischofskonferenz und die Diözesanbischöfe im je eigenen Bereich ermittelt werden", betont Kothgasser. Gleichzeitig schränkt der Innsbrucker Bischof allerdings ein, was eine breite Beteiligung der Laien an der Entscheidungsfindung anbelangt: "Die Frage ist, wie die Ortsbischöfe entsprechende Kandidaten ermitteln. Es kann sicher nicht um ein rein demokratisches Verfahren gehen, wie dies im Bereich der Politik geschieht, denn bei der Ermittlung und Bestellung von Bischöfen muß jedweder Druck vermieden werden und größte Diskretion gewahrt bleiben, wenn Kandidaten nicht unnötiger Kritik ausgeseztzt werden sollen".

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