Messebeteiligungen unverzichtbar für Exportgeschäfte

Leischko: Ohne WIFI-Unterstützung der Aussteller würden Exportsteigerungen geringer ausfallen

Wien (PWK) - "Durch Studien wurde belegt, dass 18 bis 20 Prozent
der Exportumsätze direkt auf Messebeteiligungen zurückzuführen sind", erklärte WIFI-Kurator Eduard Leischko vor Journalisten. "Da fast 30 Prozent des österreichischen BIPs auf Exporten österreichischer Unternehmen basieren, spielen Messebeteiligungen in der erfolgreichen Exportstory Österreichs eine wichtige Rolle. Um die Exportgeschäfte noch weiter anzukurbeln, hat das WIFI Österreich neben den zusätzlichen Messebeteiligungen aus der Exportoffensive jetzt auch die Messeberatung intensiviert", so Leischko.

Leischko: "Für Systemkritiker ist ein Vergleich mit Deutschland interessant, der zeigt, dass im Nachbarland etwa 180 bis 200 Messen für 5.000 Firmen im Jahr durch das Wirtschaftsministerium gefördert werden. In Österreich organisiert das WIFI jährlich ca 130 Messebeteiligungen für etwa 2.200 Firmen. Der wesentliche Unterschied besteht einerseits darin, dass es mit dem WIFI in Österreich nur einen echten Messeprofi im Auslandsgeschäft gibt, während in Deutschland etwa 15 Gesellschaften in diesem Bereich tätig sind. Andererseits kommen in Österreich die finanziellen Mittel mit Ausnahme der Exportoffensive von der Wirtschaftskammer und damit von den Mitgliedern selbst, in Deutschland vom Staat. Das bedingt auch den wesentlichsten Unterschied, nämlich die Möglichkeit der aktiven Mitgestaltung. Das WIFI-Auslandsprogramm basiert auf den Wünschen der Branchen und auf den Empfehlungen der Handelsdelegierten, die die besten Messekenntnisse in ihrem Betreuungsbereich haben.

Das WIFI übernimmt nicht nur die technischen und organisatorischen Vorbereitungsarbeiten, sondern ermöglicht den Mitgliedern die Teilnahme an Gemeinschaftsständen zu sehr günstigen Bedingungen. Durch die Staffelung der Teilnahmebeträge wird vor allem Erstausstellern die Möglichkeit geboten, auf zukunftsträchtigen Exportmärkten kostengünstig präsent zu sein. Leischko: "Dafür gibt es beeindruckende Beispiele. Im Jahr 1999 wurde vom WIFI erstmals aus den Mitteln der Exportoffensive eine Beteiligung an der EXPOCOMER in Panama organisiert, die jährlich völlig ausgebucht ist. Mit dem neuen Produkt des erweiterten Informationsstandes ist es aber gelungen, auf einem Inselstand von nur 90 m2 eine optisch wirksame Platzierung von 13 österreichischen Firmen zu ermöglichen. Für das Jahr 2000 haben sich bereits wieder 12 Firmen angemeldet.

Seit 1995 präsentieren sich jährlich österreichische Firmen auf einem Gruppenstand an der PROJECT LEBANON in Beirut. Nur durch diese Gemeinschaftsbeteiligung wagten es Firmen, auf den libanesischen Markt, in dem gerade am Bau- und Innenausstattungssektor durch die Wiederaufbauprojekte große Chancen gegeben sind, vorzudringen. In diesen fünf Jahren haben sich etwa 40 österreichische Firmen gut etabliert und durch die Messebeteiligung entsprechende Partner gefunden. Als weiteres Erfolgsbeispiel ist die AMBIENTE und TENDENCE in Frankfurt zu erwähnen, wo Unternehmen 3 bis 4 Jahre auf der Warteliste wegen eines Platzes bei der Messeleitung stehen, durch die Gemeinschaftsstände des WIFIs jedoch frühzeitig in die entsprechenden Fachhallen kommen. Durch diese Sprungbrettfunktion werden den Firmen viel früher Märkte geöffnet, als dies als Einzelaussteller möglich wäre.

1999 zeigte für das WIFI Österreich folgende Erfolgsbilanz: 130 Messebeteiligungen und Sonderveranstaltungen für 2.202 Aussteller. Davon waren 36 Prozent oder 793 Erstaussteller. Die Gesamtausstellungsfläche betrug 31.554 m2. 70 Prozent der Aussteller erklärten, dass sie ohne WIFI an der Veranstaltung nicht teilgenommen hätten und 83 Prozent neuerlich an einer Nachfolgemesse teilnehmen werden. Durch die Exportoffensive kamen in den letzten zwei Jahren zusätzlich 40 Messebeteiligungen zustande für 421 Aussteller, wovon sogar 351 erstmals auf eine Messe gingen.

Für 2000 ist ein ähnlich großes Programm mit einem Gesamtaufwand von 167 Mio Schilling vorgesehen. Davon entfallen 125 Mio Schilling auf Gemeinschaftsausstellungen, 22 Millionen werden für Einzelaussteller und 20 Millionen aus der Exportoffensive für zusätzliche Gemeinschaftsbeteiligungen vorgesehen. (pt)

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