Pensionsreform: Die Unfähigkeit der Regierung fair zu handeln

Wien (OTS) - Eine notwendige Pensionsreform war für den Österreichischen Gewerbeverein schon in der Vergangenheit stets ein prioritäres Anliegen. Die sonderbare Vorgangsweise, ein Budget, dass bereits ab heuer schwer sanierungsbedürftig ist, mit Langzeitinstrumentarium zu reparieren, befremdet.

+ Die Lächerlichkeit, dass sich niemand die Gleichstellung der gesetzlichen Pensionsalter von Frauen und Männern anzugehen wagt, ist Symptom für eine strukturverkrustete Regierung. Alles ist im Pensionsbereich möglich - ausser: Frauen werden erst 2019 das gleiche Pensionsantrittsalter haben wie Männer. An diesem Dogma wird nicht gerührt - noch dazu wo Frauen eine weit höhere Lebenserwartung haben wie Männer.

+ Beamten - die zum Teil Pensionen von etwa 100.000.- p.M. beziehen, nichts von ihren Rechten zu nehmen, ist die Feigheit der Chefs vor ihren Mitarbeitern. Hier wagt die Bundesregierung nicht, in bestehende Vereinbarungen einzugreifen. Das heisst, dass ein heute mit 22 Lebensjahren Pragmatisierter bis zum Erreichen seines 65. Lebensjahres, also 2043 stolz auf seine "wohlerworbenen" Pensionsprivilegien zurückgreifen kann. Auch Beamte haben wie Frauen eine weit höhere Lebenserwartung als männliche ASVG-Pensionsbezieher. Wobei die längere Lebenserwartung von Frauen nichts mit ihrer Tätigkeit zu tun hat. Dass das ASVG-Pensionsalter angepasst werden muss, ist klar. Aber zuerst - so der ÖGV - sind die genannten Privilegien mit ganz kurzen Übergangszeiten zu eliminieren.

Die künftige Regierung wird hier endlich einmal Mut beweisen müssen!

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