Österreichs Exporte nach Ungarn wieder im Aufwärtstrend

Nach stagnierendem Halbjahr steigen Ausfuhren um 14,8 Prozent -Investitionstätigkeit österreichischer Firmen hält ungebrochen an

Wien (PWK) - Die österreichischen Exporte nach Ungarn, Österreichs viertwichtigstem Handelspartner, erreichten bis zum dritten Quartal 1999 einen Zuwachs von 14,8 Prozent auf 32,4 Mrd Schilling. "Dies ist ein deutliches Indiz, dass die heimischen Firmen dem mittel- und osteuropäischen Markt weiterhin großes Interesse entgegenbringen. Bis Ende des ersten Halbjahres stagnierten die Exporte nach Ungarn (+1,28 Prozent) genauso wie in die meisten anderen Reformstaaten aufgrund der Russland- und Jugoslawienkrise. Nun geht es im Außenhandel wieder bergauf", berichtet Christian Gessl, Osteuropa-Referent in der Wirtschaftskammer Österreich.

Kräftige Zuwächse verzeichneten vor allem die österreichischen Lieferungen von Maschinen und Fahrzeugen (+26,4 Prozent), insbesondere elektrische Maschinen und Geräte als wichtige Kfz-Zulieferungen zu den Werken Audi und General Motors in Ungarn. Positive Steigerungsraten gab es auch bei den Chemie- und Pharmazeutik-Exporten. Die Bereiche Rohstoffe, Ernährung und Getränke gestalteten sich hingegen weiter rückläufig.

Die Importe aus Ungarn - vor allem Lieferungen der Elektro- und Elektronikindustrie sowie des Kfz-Bereichs - nahmen vom ersten bis zum dritten Quartal 1999 gegenüber der Vorjahresperiode um 5,6 Prozent auf 21,4 Mrd Schilling zu.

Positiv auf die Entwicklung der österreichischen Ausfuhren wirke sich in jedem Fall die nach wie vor massive Investitionstätigkeit der österreichischen Firmen - rund 22 Mrd Schilling seit der Ostöffnung -in Ungarn aus, erklärt Gessl. "Insgesamt existieren bereits über 5.500 'österreichische' Unternehmen in Ungarn, die ihre Lieferungen zum Großteil aus Österreich beziehen und damit unseren Export ankurbeln."

Besondere Chancen ergeben sich am ungarischen Markt für Lieferanten, Berater und Dienstleister vor allem im Umwelt- und Infrastrukturbereich, die durch spezielle EU-Programme gefördert werden.

Die Wirtschaftskammer Österreich unterstützt den EU-Beitritt Ungarns und ist überzeugt, dass die Integration Ungarns sowohl für die Europäische Union und damit auch für Österreich, als auch für Ungarn zu einer Dynamisierung der Wirtschaftsentwicklung und zu einem signifikanten Wohlstandszuwachs führen wird.

Wichtig für einen kontinuierlichen Ausbau der Exportgeschäfte österreichischer Firmen ist die Erschließung weiterer Regionen Ungarns, insbesondere gegen Osten hin. Nachdem bereits Bundespräsident Klestil und WKÖ-Präsident Maderthaner im vergangenen Herbst mit einer Firmendelegation die Gegend um Debrecen besuchten, wird auch heuer Ostungarn besonderes Augenmerk gewidmet. "Vom 25. bis 29. Jänner organisiert die WKÖ mit ihren Außenhandelsstellen in Budapest und Bukarest eine Wirtschaftsmission in das Dreiländereck Ungarn, Rumänien, Ukraine - nur etwa 600 km von Wien entfernt. Neben der Möglichkeit mit Firmen aus diesem Gebiet Gespräche zu führen, werden dabei auch wichtige Rechtsvorschriften erläutert und Tipps für die Marktbearbeitung, Firmengründung und Investitionen gegeben", berichtet Gessl. (Ne)

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