Schlechte Arbeitsbedingungen in Gewalt-Hilfseinrichtungen Geldmangel führt zu Überlastungen

Wien (OTS) - Bei einem Treffen von Frauen-Hilfseinrichtungen am
10. Jänner äußerten die Teilnehmerinnen ihre Besorgnis über die drohenden Kürzungen der öffentlichen Förderungen. Vertreterinnen von österreichischen Notrufen, Frauenhäusern und Interventionsstellen kamen in Graz zusammen, um Strategien für den Weiterbestand dieser wichtigen Institutionen zu beraten.

Für Einrichtungen, die Opfer von Gewalt unterstützen, bedeuten weitere finanzielle Kürzungen eine besondere Bedrohung, da nicht mehr alle Hilfesuchenden betreut und geschützt werden können. Die Mitarbeiterinnen fühlen sich dem öffentlichen Auftrag verpflichtet, alle Anfragen und Hilferufe zu bearbeiten und allen hilfesuchenden Frauen bestmöglich zu helfen. Dieser Auftrag bleibt bei geringeren finanziellen Mitteln zwar gleich, doch es ist unmöglich, ihn entsprechend zu erfüllen.

Bereits jetzt sind die Rahmenbedingungen für die Mitarbeiterinnen von Opferhilfseinrichtungen oft denkbar schlecht, unbezahlte Arbeit und unzählige Überstunden gehören für viele zum Alltag. Nur fixe und längerfristige Förderverträge für eine Basisfinanzierung können die Situation der Hilfseinrichtungen und damit auch für die Opfer von Gewalt verbessern. Die Arbeit mit und für Gewaltopfer verlangt allerdings große Flexibilität der Leistungen und des Umfangs der Leistungen. Nicht immer sind gleich viele Frauen von Gewalt betroffen oder brauchen die gleiche Art der Unterstützung. Frauen, die von Gewalt betroffen sind, können nicht warten, bis in einer Hilfseinrichtungen Kapazitäten frei werden und dürfen nicht aus finanziellen Gründen abgelehnt werden. Ihnen muß möglichst schnell und unbürokratisch geholfen werden, um ihren Schutz und den ihrer Kinder zu garantieren.

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