Gürtler: Tourismus braucht stärkere politische Vertretung

"Für die nächste Legislaturperiode liegt noch viel Arbeit vor uns" - WKÖ-Vizepräsidentin vor ÖHV-Tagung in St. Wolfgang

Wien (PWK) - Österreich ist es gelungen, auch in einem global verschärften Wettbewerb die Wettbewerbsposition und Chancen der österreichischen Tourismuswirtschaft deutlich zu erhöhen. Dies zeigt sich deutlich am guten Abschneiden des heimischen Fremdenverkehrs im vergangenen Sommer wie auch in der laufenden Wintersaison. Trotz dieser erfreulichen Entwicklung müsse aber gewährleistet sein, dass die Standortbedingungen für die österreichischen Betriebe international vergleichbar sind. "Dies ist leider in vielen Bereichen noch immer nicht der Fall. Der Tourismus hat daher für die nächste Legislaturperiode ein großes Stück Arbeit vor sich", erklärte die Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, Dkfm. Elisabeth Gürtler, am Dienstag in einem Statement zur Eröffnung des diesjährigen ÖHV-Hotelierkongresses in St. Wolfgang. Die bis 13. Jänner dauernde Tagung beschäftigt sich unter dem Motto "Marktstrukturen im Umbruch" mit den aktuellen (Mega-)Trends im Tourismus.

Als wichtige Anliegen für die Zukunft nannte Gürtler u.a. die notwendige Senkung der Lohnnebenkosten, die in Österreich bekanntlich im europäischen Spitzenfeld liegen, eine auf die kleinstrukturierte Tourismuswirtschaft ausgerichtete Mittelstandspolitik, die Flexibilisierung des Arbeitsrechtes mit dem Ziel, das vorhandene Personal je nach Arbeitsanfall besser einsetzen zu können, eine Entbürokratisierung auf allen Ebenen, einen funktionierenden österreichischen und europäischen Arbeitsmarkt und nicht zuletzt eine stärkere politische Vertretung der Tourismuswirtschaft in Österreich.

Die vielzitierte Globalisierung bringe auch eine strukturelle Vertiefung und Verbreiterung der Marktmechanismen auf Kosten der staatlichen Planung. "Wesentlich dabei ist, dass vergleichbare Standortqualitäten herrschen, innerhalb derer aber jedes Unternehmen dann voll verantwortlich agieren muss", betonte die Vizepräsidentin. Obwohl die großen Unternehmen die Hauptträger der Globalisierung sind, können auch die "Kleinen" daraus durchaus Nutzen ziehen, wenn sie mit den neuen Technologien und Geschäftspraktiken umgehen können. "Auf geschützte Märkte kann sich heute niemand mehr verlassen".

Sinnvoll, so Gürtler weiter, sei es sicher auch, die Nachteile der Kleinheit durch vertikale und horizontale Kooperationsmodelle auszugleichen. Ein weiterer Schritt wäre dann die "Cluster"-Bildung und das Destinationsmanagement ganzer Regionen. "Strategische Allianzen, Partnerschaften und Clusterbildungen sind in Ansätzen sichtbar. Wir alle können dazu beitragen, dass sie sich akzentuieren", erklärte die Chefin des Hotels Sacher, die neben ihrer Funktion in der Wirtschaftskammer auch im Vorstand der ÖHV vertreten ist. (hp)

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