Heinzl: Mega-Schweinezucht: 150 Hektar Gülleausbringung mitten im Wohngebiet

Umwelt-Landesrat Sobotka soll sich endlich seiner Verantwortung besinnen

St. Pölten, (SPI) - Trotz einer geübten Vernebelungstaktik der Betreiber kommen immer mehr Details über den geplanten Mega-Schweinezuchtbetrieb im St. Pöltner Stadtteil Harland ans Licht. So könnten in den für 1.372 Zuchtschweine und 1.080 Ferkel eingereichten Betrieb von der konzipierten Größe her rund 1.800 Zuchtschweine und 1.100 Ferkel gehalten werden. Für diese Tierhaltungszahlen wäre eine Umweltverträglichkeitsprüfung gesetzlich vorgeschrieben! "Dass die Betreiber den Betrieb teilen und zusätzlich die vorgeschriebene Anzahl der Tiere unterschreiten, erscheint damit immer mehr als Maßnahme zur Umgehung einer UVP", kritisiert der St. Pöltner Nationalrat Anton Heinzl die Vorgehensweise.****

Doch mit der Geruchs- und Lärmbelästigung noch nicht genug - denn bei der "Entsorgung" der Gülle könnte die gesamte Landeshauptstadt zum Handkuss kommen. Für eine derartige Betriebsgröße ist - für die Aufbringung der Gülle - eine Fläche von nicht weniger als 150 (!) Hektar, dass sind rund 220 Bauparzellen, vorgeschrieben. Diese Flächen werden also regelmässig und verteilt über das ganze Jahr "gedüngt" - und zwar in der ganzen Landeshauptstadt St. Pölten. "Es ist eigentlich eine Frechheit, dass sich ein Politiker noch "Umwelt-Landesrat" nennen darf, der derartige Praktiken emotionslos hinnimmt. Umwelt-Landesrat Wolfgang Sobotka hat sich einmal mehr als blosser Ankündigungspoltiker deklassiert, dem die Interessen der Anrainer und der Umwelt völlig egal sind", entrüstet sich Heinzl. Aber was soll man schon von einem Politiker erwarten, der lieber nach China dirigieren - zugegebenermassen etwas, was er wirklich gelernt hat - fährt, anstatt sich um die berechtigten Anliegen der Menschen und der Umwelt zu kümmern.

"Angesichts der immer mehr ans Tageslicht kommenden Fakten erwarte ich mir jedenfalls eine im Sinne der Anrainer und der Stadt akzeptable Entscheidung des unabhängigen Umweltsenates. Eine UVP muss durchgeführt werden, auch die wasserrechtlichen Belange müssen noch einmal geprüft werden. Und vom Land erwarte ich mir, dass endlich einmal kompetente und interessierte Politiker die Sache in die Hand nehmen", so Nationalrat Anton Heinzl abschließend.
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