Niederösterreich hat Ausländerquote ausgeschöpft

LR Kranzl: 1999 1.460 quotenpflichtige Einwanderer

St.Pölten (NLK) - Niederösterreich hat wieder seine Ausländerkontingente ausgeschöpft. Nach Information durch Landesrätin Christa Kranzl verzeichnete Niederösterreich 1999 1.460 quotenpflichtige Einwanderer, also Arbeitskräfte, Ehegatten, Kinder und Angehörige. Ingesamt sind 1999 rund 4.500 Einwanderungsfälle gezählt worden, wovon ein Drittel quotenpflichtig ist.

Für Führungs- und Spezialkräfte standen 150 Quotenplätze zur Verfügung. Laut Auskunft von Hofrat Mag. Horst Sekyra, dem Leiter der Abteilung Polizeiangelegenheiten des Amtes der NÖ Landesregierung, wurden wegen der zu geringen Anträge nur 81 Bewilligungen erteilt. In diesem Bereich wurde also die Quote unterschritten. Bei Erwerbstätigen, deren Ehegatten und Kindern wurde die Quote dagegen mit 250 Bewilligungen zu 100 Prozent ausgeschöpft. Ebenso wurde bei Familienangehörigen von Bezugspersonen, die bereits in Österreich leben, mit 950 Bewilligungen die Quote mit 100 Prozent ausgelastet. 45 Bewilligungen erhielten Fremde ohne Erwerbsabsicht. Zudem wurden 76 Jugendliche von 14 bis 19 Jahren in Niederösterreich aufgenommen.

Welche Einwanderungsfälle sind dagegen nicht quotenpflichtig? Der Familiennachzug zu Österreichern beispielsweise oder die Bewilligung für in Österreich geborene Kinder von Ausländern. Nicht quotenpflichtig sind auch Familiengemeinschaften, die Österreicher derzeit hauptsächlich mit unseren östlichen Nachbarn eingehen, wo 1999 820 Einwanderungen verzeichnet wurden. Von der Quote ausgenommen sind unter anderem auch Künstler, Journalisten, Schüler, Studenten, Volontäre, Betriebsentsandte und Rotationskräfte.

Um Härtefälle zu vermeiden, gab es 1999 für jugoslawische Staatsangehörige aus dem Kosovo - die Kosovo-Albaner - eine eigene Quote.

Im Jahr 2000 können 1.450 quotenpflichtige Bewilligungen zur Niederlassung erteilt werden. 150 davon lauten auf Führungs- und Spezialkräfte, 250 sind für Erwerbstätige mit Familien gedacht. 950 sind für Familienangehörige, deren Bezugspersonen bereits in Österreich leben, vorgesehen, und 100 für Fremde ohne Erwerbsabsicht.

Auf der Warteliste für den Familiennachzug befinden sich derzeit rund 2.300 Anträge. Die Wartezeit beträgt zur Zeit rund zweieinhalb Jahre. Nach Auskunft von Hofrat Sekyra werden die meisten Anträge von Türken mit 23 Prozent, gefolgt von Jugoslawen (14 Prozent), Slowaken, Polen, Ungarn und Tschechen (je 4 Prozent) eingebracht. Der Rest entfällt auf die verschiedensten Staatsangehörigen.

Für Landesrätin Christa Kranzl stehen die Zusammenführung von Familien und die Integration aller jener, die bereits längere Zeit in Niederösterreich leben, im Vordergrund.

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