Günter Stummvoll: Höchste Zeit zur Umkehr

Ergebnis einer Fessel+GfK-Umfrage: Zwei Drittel der Österreicher über das Budgetdefizit besorgt. 85 Prozent verlangen mehr Sparsamkeit vom Staat

Wien (PWK) - "Wenn 64 Prozent der Österreicher über die Höhe des Budgetdefizites besorgt sind, so ist dies nicht nur eine sehr ernste Warnung an die Adresse des Finanzministers, sondern vor allem eine unüberhörbare Aufforderung, energisch ausgabenseitige Reformen in Angriff zu nehmen", kommentiert WKÖ-Generalsekretär Günter Stummvoll eine von der Wirtschaftskammer Österreich in Auftrag gegebene Umfrage über die Haltung der Österreicher zur Entwicklung der Staatsfinanzen.

Von den bundesweit insgesamt 1.000 befragten Österreichern glauben 55 Prozent, dass das Budgetdefizit in den letzten Jahren größer geworden ist. 1998 glaubten dies dagegen nur 43 Prozent. Nur noch 13 Prozent der Befragten verbinden mit steigenden Budgetdefiziten die Hoffnung, damit Arbeitsplätze zu schaffen, hingegen fordern 85 Prozent den Staat auf, bei seinen Ausgaben zu sparen und gewisse Leistungen (vor allem beim Personal des öffentlichen Dienstes, bei den Betrieben der öffentlichen Hand, bei den Arbeitslosenzuschüssen und bei den Pensionen) zu sparen. Nur elf Prozent aber sprechen sich dafür aus, dass der "Staat die Steuern erhöht und damit seine Einnahmen vermehrt".

Zwei Drittel der Befragten befürchten für die nächsten Jahre einen steigenden Aufwand für den Staatsschuldendienst, 52 Prozent rechnen mit höheren Kosten für die Krankenanstalten, während 44 Prozent vor höheren Ausgaben für den öffentlichen Dienst und 42 Prozent vor steigenden Ausgaben für Pensionen warnen. Dagegen wünschen sich 52 bzw. 42 Prozent der Befragten höhere staatliche Leistungen für den Umweltschutz und für Förderungsmaßnahmen zugunsten der privaten Wirtschaft.

Höhere Budgetdefizite, um Arbeitsplätze zu schaffen, werden mittlerweile von einer großen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt. 52 Prozent (1994: 43 Prozent) halten eine Defizitausweitung aus diesem Grund für unmöglich, außerdem könnten damit auch keine Arbeitsplätze geschaffen oder gesichert werden. Nur mehr eine sehr kleine Minderheit von 13 Prozent befürwortet eine Defizitausweitung um neue Jobs zu schaffen. (EH)

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