GBH: Mehr Gesundheit statt Frühpensionsdiskussionen

Driemer: Verstärkung der Gesundheitsvorsorge dringlicher als je zuvor

Wien (GHB/ÖGB). ""Eine Anhebung des Frühpensionsalters ohne gleichzeitige Verbesserungsmaßnahmen im Bereich der Gesundheitspolitik bedeutet eine Verleugnung der eigentlichen Probleme unserer ArbeitnehmerInnen"", stellte der Vorsitzende der Gewerkschaft Bau-Holz und ÖGB-Vizepräsident Johann Driemer anlässlich der wieder aufflammenden Diskussion um das Pensionsalter fest.++++

Zur Annäherung des faktischen an das gesetzliche Pensionsalter ist vor allem eine rasche Verbesserung im Bereich der Gesundheitsvorsorge notwendig: Allein in der Bauwirtschaft liegt das durchschnittliche Pensionsalter bei 57 Jahren, wobei rund 60 Prozent der Bauarbeiter in die Invaliditätspension gehen müssen. Diese Tatsache ist in erster Linie eine menschliche Tragödie und auf das Fehlen einer ausreichenden Gesundheitsvorsorge zurückzuführen. Wie eine von der Gewerkschaft Bau-Holz in Auftrag gegebene Studie zeigt, bedeutet eine größere Zahl an Frühpensionen auch jährliche Mehrkosten in Pensions-und Sozialversicherung in Milliardenhöhe.
Initiativen der GBH zur Verbesserung der Gesundheitsvorsorge laufen auch dieses Jahr auf vollen Touren.
Wie oft muss die Gewerkschaft noch die politisch Verantwortlichen auf die elementaren Forderungen vor allem auf dem Gebiet des ArbeitnehmerInnenschutzes und der Gesundheitsvorsorge hinweisen:
??Die präventive arbeitsmedizinische Betreuung muss radikal verbessert werden;
??Schon in der Lehrlingsausbildung müssten angehende BauarbeiterInnen individuell medizinisch beraten und mit optimalen Hebetechniken vertraut gemacht werden;
??Diese Beratung und Betreuung muss sich auch im weiteren Arbeitsleben fortsetzen;
??Umsetzung der arbeitsmedizinischen Betreuung im Baugewerbe; ??Permanente Weiterbildung der neu geschaffenen Baukoordinatoren. ""Als ein wesentlicher Teil der Gesundheitsvorsorge gilt die Forderung an die Wirtschaft, im Hinblick auf die Einhaltung der Arbeitsschutzbestimmungen stärker als bisher ihren Verantwortungen nachzukommen"", stellte Vorsitzender Driemer abschließend fest.

Wien, 10. Jänner 2000 Nr. 2

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