KfV: In den Tod gerast

Nicht angepaßte Geschwindigkeit ist Unfallverursacher Nummer eins und kostete in der Vorwoche sieben Menschen das Leben. Das KfV fordert Maß nahmen gegen Raser und will den Punkteführerschein erneut diskutieren

Wien (OTS) - Aus gegebenem Anlaß, sieben von elf Todesopfer der Vorwoche starben aufgrund von unangepaßter Geschwindigkeit, informiert das KfV über unerwünschte Nebenwirkungen von Raserei.

Wußten Sie, daß:

... Raser beinahe die Hälfte aller tödlichen Unfälle verursachen?

... sich im Schnitt jeder 2. Pkw-Lenker nicht an Tempolimits hält?

In Tempo-30-Zonen im Ortsgebiet sind sogar 78% der Kraftfahrzeuglenker schneller als mit 30 km/h unterwegs.

... viele Verkehrsteilnehmer Angst vor Rasern haben?

"Einige glauben, ein persönliches Anrecht auf das Stück Straße unter sich zu haben", so Dr. Alexander Kaba, KfV-Verkehrspsychologe, "diese Fahrer denken nur an sich und nicht an das Unglück, das sie verursachen können."

... es das Phänomen "Temporausch" nicht gibt?

Die Hormone sind nicht schuld. Rasen ist eine psychische Angelegenheit, der nur durch entsprechende Einstellung und Verantwortungsbereitschaft beizukommen ist.

... wir nicht über eine "biologische Bremse" verfügen?

Der Mensch hat kein geeignetes Sinnesorgan, um das Gefahrenpotential der hohen Geschwindigkeit wahrzunehmen. Der Mensch kann zwar mit Hilfe der Technik 130, 150, 180 km/h erreichen, diese Situationen aber nicht entsprechend verarbeiten.

Darum fordert das KfV Maßnahmen gegen Raser

Denn: Wenn es um die Mobiliät geht, kommt es nicht auf die paar Sekunden an, die Sie durch überhöhte Geschwindigkeit einsparen.

Rezepte gegen die Minderheit der notorischen Raser:

Verantwortungsbewußtsein, Vernunft und das richtige Verständnis des Straßenverkehrs als soziales Geschehen können durch Aufklärung und pädagogische Maßnahmen geschaffen werden. Eine davon ist der bereits international bewährte Punkteführerschein - er schützt die Mehrheit der verantwor tungsbewußten Verkehrsteilnehmer vor der gefährlichen Minderheit der Raser und Rowdies.

Die Unfallbilanz der Vorwoche:

Bei den tödlichen Verkehrsunfällen verloren 11 PKW-Insassen (davon 7 Lenker), 1 Lkw-Lenker, 1 Traktor-Mitfahrer und 1 Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser tödlichen Verkehrsunfälle mußten nicht angepaßte Fahrgeschwindigkeit (7), Vorrangverletzung (2), Überholen (2), Unachtsamkeit (1) und Fehlverhalten Fußgänger (1) festgestellt werden. Alkoholisierung war bei vier Unfällen Mitursache. Ein tödlich verletzter Fahrzeuginsasse war nicht angegurtet. 7 der 13 Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang waren so genannte "Alleinunfälle".

Vom 1. Jänner bis zum 9. Jänner dieses Jahres gab es da mit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 14 Verkehrstote , im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 23 Menschen tödlich.

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