"Kleine Zeitung" Kommentar: "Gesundenvorsorge" (von Stefan Winkler)

Ausgabe vom 10.1.2000

Graz (OTS) - Franz Vranitzkys Sensorium für die Zukunft hat sich
so wie sein Humor bekanntlich immer eher in Grenzen gehalten. Dennoch benötigt man kein ausgeprägtes Langzeitgedächtnis, um sich in Erinnerung zu rufen, wie der Altbundeskanzler seinerzeit allen Visionären eine Stippvisite beim Arzt als Therapiemaßnahme ans Herz legte. Das war - Herr Altbundeskanzler - eine ungemein witzige Aussage. Außer den Jungsozialisten hat Sie Ihnen vermutlich auch niemand so richtig böse genommen!

Mittlerweile dürfte Vranitzky das Lachen vergangen sein. Privat lässt sich die Zukunft von VV ("Vielflieger Vranz") nämlich nicht so lauschig an, wie es die stattliche Pension als ehemaliger Bankdirektor eigentlich erwarten ließe. Wegen der zahlreichen Gratis-Flüge droht eine Ladung vor einen Untersuchungsausschuss.

Seine Visionslosigkeit als Politiker dürfte Vranitzky eine Vielzahl lästiger Arztbesuche erspart haben. Sollte sich der Altkanzler in naher Zukunft nach einem Anwalt umschauen, ginge auch das locker als Gesundenvorsorge durch. ****

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