Organentnahme bei toten Babys am Wiener AKH ohne Wissen der Eltern

Pathologie-Chef bestätigt: "Haben 13 Herzen entnommen und aufbewahrt"

Wien (OTS) - Wie das am Montag erscheinende Nachrichtenmagazin FORMAT berichtet, wurden am Wiener Allgemeinen Krankenknhaus im Vorjahr 13 verstorbenen Säuglingen ohne Wissen der Eltern die Herzen zu Forschungszwecken entnommen und in Dosen konserviert. Insgesamt lagern in der Klinik derzeit etwa 20 Baby-Organe. Dontscho Kerjaschki, Vorstand der Klinischen Pathologie, bestätigt die FORMAT-Recherchen: "Wir brauchen diese Herzen, damit die Kliniker Mißbildungen direkt am Organ analysieren könnnen." Nach spätestens eineinhalb Jahren würden die Herzen laut Kerjaschki nachbestattet. Der Mediziner gibt auch zu, daß die Entnahmen ohne das Wissen der Eltern erfolgten: "Das wäre für sie eine unnötige Belastung." Erst vor wenigen Wochen hatten in England ähnliche Baby-Organentnahmen im großen Rahmen für einen Skandal gesorgt: An einer Liverpooler Klinik waren toten Kleinkindern innerhalb von sieben Jahren 850 Organe entnommmen worden. Da die Entnahme auch dort ohne Information der Eltern erfolgte, ordnete Gesundheitsminister Alan Milburn eine öffentliche Untersuchung an. Auch in Deutschland hatten als "Gewebsproben" getarnte Organentnahmen an Babys kurz vor Neujahr für heftige Diskussionen gesorgt.

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