Gerstl: Politik der Rechtzeitigkeit und Nachhaltigkeit für die Region Wien

Problemansatz der Grünen ist richtig, kommt aber spät und greift zu kurz

Wien, 07.01.2000: "Vor zehn Jahren hätten die heutigen Aussagen des Grünen Klubobmannes Chorherr zur Entwicklung der Wohn- und Lebensqualität in der Wiener Innenstadt den Nagel auf den Kopf getroffen, heute belegt Wien jedoch gerade in diesen beiden Punkten einen europäischen Spitzenplatz, wie eine kürzlich veröffentlichte Studie bewies. Dies zeigt, daß gerade unter Planungsstadtrat und Vizebürgermeister Bernhard Görg in Wien hier in den letzten Jahren vieles geschehen ist. So wurde etwa ein eigenes Büro für ein effizienteres Flächenmanagement in Wien neu eingerichtet," so der Landesgeschäftsführer der Wiener ÖVP, Mag. Wolfgang Gerstl.

"Auch was die demographische Entwicklung betrifft, so hat diese bereits einiges an Dramatik eingebüßt. Neueste Zahlen belegen, daß Wien in Zukunft wieder wachsen wird: von 1,616 Mio. im Jahr 1996, auf 1,620 Mio. 2001, 1,630 2011 auf 1,675 Mio. im Jahr 2021. Dieser Trend betrifft nicht nur Wien als Ganzes, sondern auch die innerstädtischen Bezirke 1 bis 9: von rund 391.000 im Jahr 2001 wird deren Einwohnerzahl bis zum Jahr 2021 wieder auf rund 411.000 Einwohner zunehmen.

"Tatsächlich dramatisch ist die Wachstumsdynamik, und damit der Flächen- und Ressourcenverbrauch, im Wiener Umland," so Gerstl. Hier wächst die Bevölkerung von rund 600.000 im Jahr 1996 auf etwa 735.000 im Jahr 2021. "Die Menschen unterscheiden eben nicht mehr zwischen Wien und seinem Umland, sondern behandeln die Agglomeration als eine zusammengehörende und einheitliche Region. Verwaltungsgrenzen haben in den Köpfen der Menschen keine Relevanz mehr und sind nur mehr in den Augen von einigen Politikern und Beamten unüberwindbar. Gerade die ÖVP Wien versucht hier nicht zuletzt mit der vom Karl-Lueger-Institut in Auftrag gegebenen Studie zu den "Stadt-Umland-Problemen der Agglomeration Wien" ein breites Problembewußtsein zu schaffen," so Gerstl weiter.

"Diese Studie weist etwa anhand konkreter Beispiele nach, wie es zu ineffizienten öffentlichen Aufgabenerfüllungen durch Verletzungen der fiskalischen Äquivalenz in der Region Wien - und damit zu den von Chorherr angesprochenen hohen Infrastrukturkosten - kommt. Es ist in der Tat nicht einzusehen, weshalb angesichts extremer Budgetnöte der Öffentlichen Hand diese die Wertsteigerung privater Grundstücke finanzieren sollte. Hier hat die Bundespolitik eindeutig Handlungsbedarf, will sie der von Chorherr richtig festgestellten Zersiedelung in städtischen Ballungsräumen (aber nicht nur hier) wirksam entgegen wirken," stellt Gerstl fest.

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