Brosz begrüßt Rücktritt Neupers als Sporthilife-Generalsekretär Grüne: Wittmanns Umstimmungsversuch war völlig entbehrlich

"Als sinnvollen und notwendigen Schritt" bezeichnet, der Grüne Sportsprecher, Dieter Brosz, den Rücktritt Hupert Neupers als Generalsekretär der Österreichischen Sporthilfe. "Man muß bei der Person Neuper zwischen seinen unbestrittenen Fähigkeiten als Veranstaltungsorganisator und seiner Funktion als Sporthilfe-Generalsekretär unterscheiden. Es geht nicht an, daß die Sporthilfe ihrem Generalsekretär ein Managergehalt zahlt und dieser dann über sein Privatunternehmen ein Megaevent nach dem anderen ausrichtet. Denn, weder der 'World Sports Award' noch die Ski-Flugveranstaltung auf dem Kulm haben etwas mit der Sporthilfe zu tun gehabt. Welches Zeitbudget bei solchen Events nebenbei noch für die Sporthilfe blieb, kann sich ßjeder selbst ausrechnen."

Da Neuper angekündigt hat, sich in Zukunft einem jährlichen "World Sports Award" zu widmen, ist die Aufarbeitung des ersten Awards, zu dem ja mehrere parlamentarische Anfragen gestellt wurden, um so wichtiger. Die Kritik richtet sich bekanntlich nicht in erster Linie gegen Neuper, sondern gegen den Bund bzw. die Stadt Wien, die insgesamt 33 Millionen Schilling an Subventionen beschlossen haben. Dabei wurde laut Budget nicht einmal 1/10 der Einnahmen durch Sponsoren aufgebracht. Sporthilfepräsident Bundeskanzler Klima sowie der geschäftsführende Präsident, Wittmann, täten gut daran, endlich zu erklären, weshalb die Sporthilfe als Träger des "World Sports Award of the Century" mitten in der Planungsphase ausgestiegen ist.

Während Neuper seinen Schritt damit begründet, daß eine Vereinbarung der Tätigkeit als Sporthilfe-Manager mit dem Award undenkbar sei -wie sie bisher möglich war, sagt er allerdings nicht -, fiel Staatssekretär Wittmann nichts Besseres ein, als zu versuchen, Neuper umzustimmen, statt die Lösung zu akzeptieren. "Es ist irrelevant, ob sich Wittmann mit Neuper gut versteht, wesentlich ist, daß ein Sporthilfe-Generalsekretär seine Aufgaben in vollem Umfang wahrnehmen können muß," so Brosz.

"Wittmann disqualifiziert sich mit seinen Äußerungen wieder einmal für einen seiner Aufgabenbereiche. Da er aber aller Voraussicht nach nur mehr kurz als Staatssekretär fungieren wird, wird sich dieses Problem von selbst lösen. Er bzw. sein Nachfolger täten aber gut daran, eine Bilanz der Ära Neuper vorzulegen und dafür zu sorgen, daß der bzw. die neue GeneralsekretärIn diese Funktion auch 100-prozentig ausfüllen kann. Für ein Teilzeitengagement ist die Funktion zu wichtig und die Bezahlung zu hoch."

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