Wiener Grüne: Wohnzufriedenheit und Lebensqualität steigern

Wien, (OTS) Die "Kernstadt Wien", das sind die inneren und westlichen Bezirke Wiens, habe in den letzten 40 Jahren dramatisch an Einwohnern verloren, betonte der Grüne Klubobmann Mag.
Christoph Chorherr am Freitag in einem Pressegespräch. Von 1,3 Millionen Einwohnern im Jahr 1961 sank die Zahl der Einwohner auf rund eine Million. Die Stadtrandbezirke haben dagegen um 360.000 Einwohner zugenommen. Dramatisch verlaufe die Entwicklung in den niederösterreichischen Bezirken rund um Wien. Dort kommt es laut Trend-Analysen zu einem Bevölkerungswachstum bis zum Jahr 2021 um rund 30 Prozent.

Chorherr führt dies darauf zurück, dass im innerstädtischen Bereich eine zu geringe Wohnzufriedenheit und Lebensqualität gebe. Bisher sei es kaum gelungen, die Ansprüche, die die Menschen an
das Wohnumfeld stellen, innerhalb der Stadt zu befriedigen. Im dichtbebauten Stadtgebiet herrsche Grünraummangel, es gebe zu
wenig Platz für Kinder und Fußgänger und Radfahrer seien benachteiligt.

Es müsse Ziel einer Stadtverwaltung sein, die Wohnzufriedenheit der Bevölkerung zu gewährleisten und zu verbessern. Es lägen zu dem Thema bereits viele Studien vor. Von Planungsstadtrat Görg und Wohnbaustadtrat Faymann erwarten sich
die Grünen einen umfassenden Bericht im Wiener Gemeinderat über die wissenschaftlichen Forschungen zum Thema "Wohnzufriedenheit"
der letzten fünf Jahre.

Die Zersiedelung im Umkreis von Wien verursache übrigens, so Chorherr, hohe Infrastrukturkosten. Im Bereich zersiedelter Städte müsse mit doppeltem Erschließungskosten gerechnet werden, im Bereich von "Streusiedlungen" betragen die Infrastrukturkosten bis zum Vierfachen. Diese Infrastrukturkosten setzen sich aus den
Kosten für Wasserver- und -entsorgung und der Errichtung von Straßen und Wege. Mit einer effizienten Flächennutzung könnten sich Bund, Länder und Gemeinden österreichweit bis zu 37 Milliarden Schilling pro Jahr sparen. (Schluss) fk/rr

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