"Leben mit Naturgewalten" Internationale Konferenz über Lawinen - Muren - Rutschungen - Felsstürze: 17. - 19. Jänner 2000, Kongreßzentrum der Wiener Hofburg

Wien (OTS) - Februar 1999: Eine riesige Staublawine verschüttet im Paznauntal 38 Menschen - Juli 1999: Ein Bergsturz am Eiblschrofen führt zur Evakuierung eines ganzen Ortsteils von Schwaz - Dezember 1999: In Venezuela lösen starke Regenfälle Muren und Schlammlawinen aus, die zehntausende Menschen unter sich begraben. Können diese Katastrophen durch geeignete Risikobewertungen oder Frühwarnsysteme vorhergesagt oder verringert werden? Diese Frage beschäftigt internationale Experten im Rahmen des EU-Projekts CALAR (Concerted Action on Landslide and Avalanche Risk Reduction), das vom Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr sowie vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft unterstützt wird. Von 17. bis 19. Jänner 2000 werden die Ergebnisse der Forschungen in der Wiener Hofburg präsentiert. Rund 500 Teilnehmer aus aller Welt werden zu dieser Konferenz unter dem Titel "Leben mit Naturgewalten" erwartet, die von arsenal research und dem Schwedischen Geotechnischen Institut organisiert wird. Ziel der Konferenz ist die Bestandsaufnahme der aktuellen Methoden zur Vorhersage, Prävention und Risikobewertung von Lawinen, Felsstürzen, Hangrutschungen und Muren.

Versicherungsstudien haben ergeben, dass die Anzahl der Naturkatastrophen in den letzten zehn Jahren im Vergleich mit den 60er Jahren weltweit auf das Dreifache gestiegen ist, die volkswirtschaftlichen Schäden sogar auf das Neunfache. Neben der erhöhten Katastrophenanfälligkeit unserer modernen Industriegesellschaft, der Umweltzerstörung und vermehrt auch der Änderung des Weltklimas, wird in erster Linie die steigende Konzentration von Menschen und Sachwerten in Hochrisikogebieten für diesen Anstieg verantwortlich gemacht. Betroffen sind unter anderem vor allem die Gebirgsregionen der Alpen, wo sich in der Urlaubszeit die Bevölkerungszahl von 11 Millionen durch den Massentourismus verdoppelt bis verdreifacht. Dazu überqueren jährlich mehr als 100 Millionen Tonnen Güter und 150 Millionen Menschen die Alpen in nordsüdlicher Richtung. Akuter Handlungsbedarf zum Schutz von Menschenleben und Sachwerten ist also gegeben - bei der CALAR-Konferenz sollen Lösungen erarbeitet werden.

Im Rahmen einer Pressekonferenz am 17. Jänner, 12:30 Uhr, werden Lawinen- und Murenexperten sowie Vertreter von Versicherungen für Fragen zur Verfügung stehen, und auch die Bürgermeister von betroffenen oder gefährdeten Gemeinden, wie Schwaz, Sölden, Lech und Galtür haben ihr Kommen zugesagt. Die weltweite Bedeutung der Konferenz wird durch die Anwesenheit von Vertretern internationaler Organisationen unterstrichen, wie etwa Philippe Boullé, Generalsekretär des IDNDR (United Nations International Decade for Natural Disaster Reduction) und Orio Giarini, Generalsekretär der Geneva Association, in der führende Versicherungsgesellschaften aus Westeuropa, den Vereinigten Staaten und Japan vertreten sind.

Weitere Informationen über die CALAR-Konferenz finden Sie unter www.arsenal.ac.at

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