Das WirtschaftsBlatt: "Bester Milleniumsstart für die Wirtschaft" von Jens Tschebull

Ausgabe vom 31.12.99

Wien (OTS) - Die Startbedingungen in das neue Jahrtausend könnten für die Wirtschaft nicht besser sein. Wer sich unbedingt fürchten will, kann natürlich auf Naturkatastrophen, Börsekrach oder wildgewordene Fundamentalisten aller Richtungen hoffen. Der Rest -vom Lehrling über die Studenten bis zu Managern und Unternehmern -ist gut beraten, seine Maschinen auf "volle Kraft voraus" zu stellen. Das Wirtschaftswachstum in Europa und den USA ist besser als erwartet; Asien erholt sich schneller als befürchtet. In Österreich wird die Politik dank der Kraft der Wirtschaft sogar das unverdiente Glück haben, das selbstverschuldete Feuer am Dach der Staatsfinanzen relativ leicht zu löschen, ehe der First einstürzt. Die weltwirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat alle Pessimistensprüche Lügen gestraft: Finanz- und Börsekrisen können durch die Selbstheilkraft der Wirtschaft besser abgefangen werden; Wirtschaftswachstum muss nicht höhere Inflation bedeuten. Die Globalisierung verursacht branchenweise Unannehmlichkeiten, die Sorgen bereiten, aber in keinem Verhältnis stehen zu der friedensstiftenden Wirkung des Welthandels: Man schiesst nicht auf Lieferanten und Kunden jenseits der Grenzen - und schon gar nicht auf die eigenen Fabriken. In Europa bringt die EU-Erweiterung Herausforderungen, Wirtschaftsimpulse und Arbeit für Jahrzehnte: Der Helsinki-Gipfel hat zwar nicht die Marschgeschwindigkeit, wohl aber die Marschrichtung gegenüber 13 Beitrittskandidaten festgelegt. Dass es noch keinen Zeitplan gibt, beruhigt die Ängstlichen, dass jedoch die Richtung feststeht, spornt die unternehmerische Fantasie der wagemutigen Optimisten und damit das Wirtschaftsleben auf allen Ebenen an. In jedem Fall werden die Erweiterungsaktivitäten Köpfe, Kassen und Konzerne in Bewegung halten. Es wird eine Lust sein, die ersten Jahrzehnte des neuen Jahrtausends zu erleben und zu gestalten. Für Könner auf allen Gebieten stehen die Fahrstuhltüren nach oben weit offen. Und vieles spricht dafür, dass die ersten fünfzig Jahre des neuen Jahrtausends in unseren Breiten wirtschaftlich mindestens ebenso glänzend verlaufen wie die letzten fünfzig Jahre des alten. (Schluss) JT

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