Schwefeldioxid: Belastung blieb niedrig

Wetterumschwung könnte Ansteigen bringen

St.Pölten (NLK) - Auch der Herbst brachte keine markanten Konzentrationen der klassischen Winterschadstoffe wie Schwefeldioxid oder die Stickstoffoxide, stellte der Leiter der Luftgüte-Überwachungsstelle, Dr. Werner Hann, fest. Die mittlere Schwefeldioxid-Belastung war im Oktober und November etwa so hoch oder besser gesagt so niedrig wie in den beiden Vormonaten. In der ersten Hälfte des Dezember war sie etwa so hoch wie im Vergleichszeitraum 1997, aber nur halb so hoch wie im Dezember 1998. Das hängt mit der Außentemperatur und dem Energiebedarf fossiler Brennstoffe zusammen. Die mittlere Lufttemperatur der ersten Dezemberhälfte 1999 lag nämlich in Niederösterreich deutlich über jener des Vorjahres. Ein Beispiel: Dieser Wert liegt in St.Pölten heuer bei 3,6 Grad, 1998 waren es grimmige - 2,2 Grad.

Die Stickstoffdioxide des heurigen Herbstes lagen etwa so hoch wie in den Vorjahren, sagte Hann weiter. Das sei zu erwarten gewesen, da sich im Bereich des Kfz-Verkehrs - dem Hauptverursacher für diese Schadstoffgruppe - keine besonderen Veränderungen ergeben haben. Lokale Unterschiede sind allerdings schon feststellbar.

"Bei ungünstigem Wetter mit tiefen Lufttemperaturen und geringen Windgeschwindigkeiten können die Belastungen an Schwefeldioxid und den Stickstoffoxiden rasch ansteigen", meinte jedoch Hann. "Vor allem kräftige Temperaturumkehrungen würden sich auswirken." Auch auf diese Fälle, ähnlich wie beim Ozonalarm im Sommer, seien die Mitarbeiter des NÖ Luftgütemeßnetzes vorbereitet. Die technische Infrastruktur des Meßnetzes leiste wertvolle Hilfe. Für den Smogfall stehen Maßnahmenpakete zur Verfügung, die von Verkehrsbeschränkungen über das Reduzieren von großen Industrieanlagen bis zum "Nachlassen" der Innentemperatur öffentlicher Gebäude reichen. Selbstverständlich wird der rechtzeitigen und genauen Information der Bevölkerung größtes Augenmerk geschenkt. Wegen der umfangreichen Maßnahmen für den Umweltschutz, die Österreich in den vergangenen Jahren gesetzt hat, sind derartige Smogereignisse aber eher unwahrscheinlich. Höhere Schadstoffwerte sind vor allem am Nord- und Ostrand Niederösterreichs zu beobachten. Sie liegen allerdings bis jetzt unter der Smoggrenze.

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